Darum gehts
- Seltsame Schlammquellen im Zürichsee sorgen am Freitag für Aufsehen
- Ursache vermutlich Erdsondenbohrung, keine Gefahr für die Bevölkerung
- Einsatz um 14.30 Uhr: Wasserproben entnommen, Taucher untersucht die Stelle
Es brodelt im Zürichsee: Katrin Nesemann (53) traute am Freitag ihren Augen nicht. Sie machte am frühen Nachmittag gerade einen Spaziergang am Zürichsee zwischen Au ZH und Horgen ZH, als ihr etwas Ungewöhnliches auffiel. «Entlang des Ufers tauchten im Wasser seltsame, sprudelnde Schlammquellen auf», sagt sie zu Blick. Ihr erster Gedanke: «Das ist aber komisch.» Es habe sie an heisse Quellen in anderen Ländern erinnert.
Auch anderen Spaziergängern fielen die grossen Schlammansammlungen unter Wasser auf. Sie informierten die Wasserwacht.
«Keine Gefahr für die Bevölkerung»
Nesemann beobachtete gegen 14.30 Uhr einen Einsatz in der Nähe der «Quellen». «Es wurden Wasserproben genommen, auch ein Taucher wurde heruntergeschickt», berichtet die Kommunikationsberaterin.
Auf Anfrage von Blick bestätigt die Kantonspolizei Zürich den Vorfall. «Die Abklärungen sind noch nicht abgeschlossen. Der Vorfall steht jedoch mit grosser Wahrscheinlichkeit im Zusammenhang mit einer Erdsondenbohrung in der Nähe», teilt Mediensprecher Roger Bonetti mit. Er betont: «Für die Bevölkerung bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr.»
Das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel), das Wasserforschungsinstitut der ETH (Eavag) und die Kantonspolizei gehen der Sache weiter auf den Grund. Nesemann findet es schade, dass es wohl keine heissen Quellen sind, ist aber gleichzeitig auch froh, dass wohl nichts Gefährliches dahintersteckt.