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117 und 112 ausgefallen:«Ein denkbar schlechtes Szenario»

«Bitte keine Testanrufe auf 117!»
Swisscom-Megapanne legt Notrufe lahm

Ausgerechnet in einer Unwetter-Nacht sind in weiten Teilen der Schweiz die Notrufnummern ausgefallen. Grund war eine Störung in einem Datencenter der Swisscom. Mittlerweile funktionieren die Nummern wieder.
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Störungskarte bei Alertswiss: Notruf in weiten Teilen der Schweiz ausgefallen.
Foto: Screenshot

Die Notruf-Panne ist laut Swisscom behoben! Die Situation sei stabilisiert, heisst es in einem Schreiben. «Sämtliche Telefonieservices inkl. Notrufnummern sind seit 7.53 Uhr wieder verfügbar.» Die Fehlerquelle sei erfolgreich isoliert worden. Swisscom arbeite weiterhin an der Analyse der Störungsursache. Die Systeme stehen unter Beobachtung der Spezialisten.

Notrufpanne-Aufruf

Hatten Sie während der Notrufnummern-Störung einen Notfall und konnten die Rettungskräfte nicht erreichen? Dann melden Sie sich bei uns!

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Per Telefon: 0791295362

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Die Solothurner Polizei kommunizierte, dass die Störungen inzwischen behoben seien. «Seit etwa 8 Uhr gehen Anrufe über 112, 117, 118 und 144 offenbar ohne Einschränkung in der Alarmzentrale des Kantons Solothurn ein. Wir bitten die Bevölkerung, von Testanrufen abzusehen und die Leitungen für echte Notfälle frei zu lassen.» Bei den anderen Polizeien siehts ebenfalls gut aus.

Mobiltelefone und mehr Personal

Im Kanton Zürich fielen über Nacht sämtliche Notrufnummern aus. 112, 117, 118 und 144. Die Notfalldienste behalfen sich mit Mobil-Telefonen und zusätzlichem Personal. Severin Lutz, Sprecher von Schutz & Rettung Zürich: «Wir publizierten über einen Tweet zwei Mobilfunknummern, über die waren wir erreichbar. Zusätzlich riefen wir alle Anrufer an, die uns auf die Notrufnummer erreichten, aber abrupt unterbrochen wurden. Wir hatten über Nacht 200 Einsätze für Sanität und Feuerwehr. Die meisten aber passierten vor dem Ausfall der Swisscom um 23 Uhr, noch während dem Unwetter.»

Auch bei der Kantonspolizei Zürich mussten in der Nacht mehr Leute arbeiten. Sprecher Florian Frei: «Wir hatten durch den Ausfall der 117 und der 112 einen personellen Mehraufwand, aber für die Bevölkerung änderte sich nichts, wir waren immer erreichbar. In einer ersten Phase publizierten wir Mobilfunknummern, die funktionierten einwandfrei. Kurz darauf leiteten wir die Notrufnummern auf die Mobiltelefone weiter. Ab da waren wir auch über 117 und 112 erreichbar. Es gab nur sehr wenige Anrufe, die wir nicht entgegennehmen konnten.»

In den Spitälern wurde der Krisenstab aktiviert. Barbara Beccaro, Sprecherin des Universitätsspitals Zürich: «Via Massenmail und über das Intranet wurden alle Mitarbeitenden über die Störung informiert und darüber instruiert, wie sie über Nottelefone weiterhin kommunizieren konnten. Vor neun Uhr war die Störung behoben. Die internen USZ-Notrufnummern waren von dieser Störung nicht betroffen.»

Probleme in der ganzen Schweiz

Auch in den Kantonen Aargau, Basel-Stadt, Basel-Land, Luzern, Schaffhausen und Tessin waren die Notrufnummern ausgefallen. Später folgten in der Nacht die Meldung über den Ausfall im Kanton Bern, im Kanton Appenzell Ausserrhoden, im Kanton Zug, im Kanton Freiburg, Uri, Neuenburg, Waadt, Wallis, Nidwalden, St. Gallen, Schwyz und in Graubünden. Auch die Stadtpolizei Winterthur meldete den Ausfall am Freitagmorgen.

So informiert die Swisscom auf ihrer Störungsseite.
Foto: Screenshot Blick
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