Darum gehts
- Vermieter Burhan C. aus Niederhasli ZH schikaniert Mieter seit Jahren
- Ein Neugeborenes musste 2024 in einer Wohnung ohne Heizung frieren
- Vermieter nimmt Habseligkeiten als Geisel und gibt diese erst nach Zahlung frei
Wildwest-Methoden im Zürcher Unterland! Der Immo-Unternehmer Burhan C.* aus Niederhasli ZH lässt seine Mieter frieren, kennt aber keine Gnade bei Mietrückständen. Zweimal tauscht er die Schlösser seiner Mieter aus, weil diese im Zahlungsverzug sind. Ihre Habseligkeiten hält er zurück und gibt sie erst wieder frei, wenn gezahlt wird.
Das Mietverhältnis war von Anfang an schwierig, erzählt Finanzdienstleister Mehmed D.* beim Treffen mit Blick. «Meine Partnerin und ich brauchten dringend eine Wohnung. Ich hatte schon bei der Besichtigung kein gutes Gefühl.» Nicht ohne Grund.
D. zieht im September 2023 ein. Sofort beginnen die Probleme: «Die Heizung war schon im ersten Winter defekt. Ich beschwerte mich, doch es dauerte Wochen, bis die Handwerker auftauchten. Wir mussten frieren bei knapp neun Grad!»
Im November 2023 zieht dann Marianne T.* in die Nachbarwohnung. Auch sie muss damals frieren. Marianne T. möchte selbst nicht öffentlich über ihre Erfahrungen sprechen. Sie bestätigt aber alle Aussagen ihres Nachbarn.
Wie eng die Schicksale der Nachbarn verknüpft sein würden, konnten die beiden damals nicht ahnen.
Im April 2024 gerät Marianne T. in Zahlungsrückstand: Es kam zu Problemen beim Dauerauftrag. Sie weilt damals im Ausland und verspricht, die Zahlung schnellstmöglich auszulösen. Doch Burhan C. kennt keine Gnade: Während ihrer Abwesenheit tauscht er die Schlösser ihrer Wohnung aus. Zehn Tage schläft sie auf dem Sofa eines Bekannten, bis das Geld überwiesen werden kann. Erst danach lässt Burhan C. sie wieder in die Wohnung.
Neues Jahr, gleiche Probleme
Im Winter 2024 steigt die Heizung erneut aus. Mehmed D. versucht erfolglos, sich zu beschweren. Mal sei Vermieter C. im Ausland, mal sei er verhindert. Dem Mieter wird klar: «Das mache ich nicht noch mal einen Winter mit. Jeden Winter zehn Heizungsausfälle!?» Er begann, sich nach Wohnungen umzusehen.
Währenddessen friert auch seine Nachbarin Marianne T. Im Dezember 2024 wird sie Mutter. Mehmed D. ist noch heute empört: «Stellen Sie sich vor! Ihr Neugeborenes musste damals ebenfalls frieren!»
Er kündigt das Mietverhältnis auf Ende September 2025, findet aber keine neue Wohnung. Weil sein Vermieter ebenfalls keinen Nachmieter findet, einigen sich die Parteien mündlich auf eine Verlängerung des Mietvertrags bis 20. November 2025. Bis Ende Oktober führt D. sogar Hausbesichtigungen mit Interessenten durch.
Parallel dazu kündigt auch Nachbarin Marianne T. ihre Wohnung – ausserordentlich. Sie organisiert darum selbst eine Nachmieterin, die per Anfang November 2025 ihre bisherige Wohnung übernehmen kann, und zieht schliesslich um.
Windige Methoden
Doch dann folgt der Hammer: Kaum ist die Nachmieterin gefunden, soll Mehmed D. Anfang November innert dreier Tage raus. «Er hat der Nachmieterin meiner Nachbarin meine Wohnung gegeben!»
So habe sein Vermieter ihn loswerden und weiterhin die Miete seiner Nachbarin einstreichen wollen, erklärt D. Zu diesem Zeitpunkt war D. knapp drei Wochen im Verzug mit seinen Mietzahlungen. Dies wegen privater Umstände.
Wieder greift Burhan C. zum «Schlüsseltrick», um die ausstehenden Schulden einzutreiben: Während D. für einige Tage geschäftlich weg ist, wird er am 10. November von Vermieter Burhan C. per SMS darüber informiert, dass er in D.s Abwesenheit die Schlösser ausgetauscht hat. D. reagiert sofort: «Ich habe Anzeige wegen Nötigung und Hausfriedensbruch erstattet.»
Polizei zwingt Vermieter, die Tür zu öffnen
Anders als Marianne T. lässt sich Mehmed D. nicht einschüchtern: Die Polizei begleitet ihn zur Wohnung und bringt Vermieter Burhan C. dazu, sie zu öffnen. D. holt das Nötigste – etwa Brille, Dokumente und Portemonnaie – und zieht in ein Hotel. D. sagt: «Nur dank der Polizei kam ich in meine eigene Wohnung!»
Heute, über zwei Monate später, hat D. eine neue Wohnung. Nur: Seine restlichen Habseligkeiten werden vom Vermieter weiterhin zurückgehalten. Dieser wolle die Sachen erst herausgeben, wenn die ausstehende Miete bezahlt ist.
Doch Mehmed D. weigert sich und geht den juristischen Weg. Zahlen will er erst, wenn das Rechtliche geklärt ist. Denn: Auch er habe Forderungen an den Vermieter wegen Hotelkosten und Schadenersatz.
Schwere Vorwürfe
Dazu kommt ein weiterer, schwerer Vorwurf: «Der Vermieter hat mein Mietkautionskonto aufgelöst. Dabei haben weder ich noch meine Ex-Partnerin jemals unser Einverständnis dazu gegeben», sagt Mehmed D. Blick liegt das Dokument vor. D. sagt: «Er hat meine Unterschrift und die meiner Ex-Partnerin gefälscht.» Anzeige sei bereits eingereicht.
Gern hätte Blick die Sicht des Vermieters erfahren. Er betreibt insgesamt drei Immo-Firmen. Burhan C. möchte sich gegenüber Blick aber nicht äussern und droht: «Ihre E-Mails sind der Polizei weitergeleitet worden. Also wünsch ich Ihnen ein schönes Leben, und schreiben Sie mir nicht mehr!»
* Namen geändert
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