Wer im Kanton Zug die Kantonsschule besuchen will, kann dies an drei Standorten tun: in der Stadt Zug, in Menzingen und seit letztem Sommer auch in Rotkreuz. Dort ist der Unterricht derzeit noch in einem Provisorium untergebracht, bis 2031 soll das definitive Schulgebäude bezogen werden.
Der neue Standort in Rotkreuz schaffe für die Kanti in der Stadt Zug «Entlastung», schrieb FDP-Kantonsrat Karl Bürgler in einem Postulat. Ein Kurzzeitgymnasium in der Stadt als zusätzliches Angebot stärke den «dualen Bildungsweg», so der Baarer, und mache die Sekundarschule «attraktiver».
Im Namen seiner Fraktion forderte Bürgler die Schaffung dieses neuen Bildungsangebots. Das Angebot soll spätestens nach der Gesamtsanierung der Kantonsschule Zug neu angeboten werden.
Die Regierung unterstützte den Vorstoss, wie Bildungsdirektor Stephan Schleiss (SVP) am Donnerstag ausführte.
Bei den Fraktionen waren die Meinungen am Donnerstag rasch gemacht. Sämtliche Parteien unterstützten das Anliegen. Sie kritisierten jedoch den geplanten Zeitpunkt der Einführung.
«Eine Realisierung bereits im Schuljahr 2029/2030 ist durchaus machbar», sagte SP-Sprecherin Michèle Schmid. Ein zeitlicher Aufschub sei «nicht notwendig», so Manuela Käch (Mitte). Mit der Weiterentwicklung der gymnasialen Maturität und den neuen Lehrplänen ab dem Schuljahr 2029/30 seien die «inhaltlichen Voraussetzungen früher gegeben».
Bei einer Sanierung unter Vollbetrieb seien jedoch diverse Provisorien nötig, sagte der Bildungsdirektor. Die Regierung könne den Zeitpunkt der Einführung überprüfen, doch so einfach, wie es in Wortmeldungen geäussert wurde, sei dies nicht, sagte Schleiss.