Darum gehts
- Am Gross Ruchen in Uri ereignete sich ein Felssturz auf 2900 Metern
- Rund 2000 Kubikmeter Gestein fielen, ausgelöst durch geschmolzenes Untergrund-Eis
- Keine Schäden gemeldet, Gebiet bleibt jedoch vorerst gesperrt für Besucher
Am Montagmorgen hat sich gegen 4 Uhr ein Felssturz in der Nordwand des Gross Ruchen im Kanton Uri ereignet. Die Abbruchstelle liegt auf einer Höhe von circa 2900 Meter über Meer und das abgebrochene Volumen wird grob auf etwa 2000 Kubikmeter geschätzt, heisst es in einer Medienmitteilung des Kanton Uri.
Der Felssturz führte zu einer massiven Staubentwicklung, die sich weit bis ins Urner Reusstal ausbreitete. Bilder eines Blick-Leserreporters zeigen die Auswirkungen des Sturzes auch im Brunnital. Als Ursache für das Ereignis dürfte die extreme Hitze eine Rolle gespielt haben, welche das Eis im Untergrund schmelzen liess.
Abbrüche jederzeit wieder möglich
Nach aktuellem Kenntnisstand kamen dabei weder Personen noch Gebäude oder Infrastrukturanlagen zu Schaden.
Aus der Abbruchstelle selbst werden keine weiteren grossen Felsstürze erwartet. Dennoch sind solche Abbrüche wie von heute Morgen am Gross Ruchen jederzeit wieder möglich, heisst es weiter. Für das umliegende Alpgebiet besteht aktuell keine Gefährdung. Es wird jedoch dringend davon abgeraten, das Gebiet entlang des Hangfusses sowie die Ruchennordwand und die Ruchenchälen zu betreten.