Darum gehts
- Grossbrand im Hotel Continental Park in Luzern
- Flammen breiten sich sichtbar auf dem Dach des Gebäudes aus
- Feuerwehr setzte Drohne zur Erkennung von Glutnestern ein
Grossbrand in Luzern: Aus dem Dachstock des Hotels Continental Park schlugen am Sonntagabend Flammen, dichter Rauch stieg über der Stadt auf. Zahlreiche Blick-Leser schickten Bilder und Videos des Feuers.
«Wir sind fassungslos, so einen Gebäudebrand haben wir alle noch nie gesehen», sagte am Abend ein Blick-Leser, der sich zusammen mit mehreren anderen Leuten im Gebäude direkt neben dem brennenden Hotel aufhielt. «Es stinkt sehr stark in der näheren Umgebung.»
Erst gegen 23 Uhr war der Brand unter Kontrolle. Nach der Alarmierung kurz nach 19:30 trafen die Einsatzkräfte auf einen massiven Dachstockbrand mit starker Rauchentwicklung. Das Feuer drohte auf die Nachbarhäuser überzugreifen, wie die Feuerwehr der Stadt Luzern in einer Mitteilung schreibt.
Alter Teil des Hotels komplett geschlossen
«Der Rettungsdienst kontrollierte vorsorglich sechs Personen und zwei Feuerwehrleute auf mögliche Rauchbeeinträchtigungen, es waren aber keine weiteren Massnahmen nötig», heisst es weiter. Ein Feuerwehrmann verletzte sich aber leicht am Arm und wurde im Spital behandelt. Die Hotelgäste wurden umgehend evakuiert.
Am Montag ist ein Teil des Hotels geöffnet, da das Gebäude aus einem neuen und einem alten Teil besteht. «Der Hotelteil im Altbau ist komplett geschlossen, weil dort im Dachstock der Brand ausbrach und durch die Löscharbeiten auch untere Zimmer teilweilse Schaden nahmen. Die Fenster von diesen Zimmern sind aktuell alle geöffnet – um dort den Rauchgeschmack heraus zu bringen», erklärt der Sprecher der Feuerwehr gegenüber Blick. Wie lange dies dauern wird, könne man nicht sagen. Das sei wie «Kaffeesatz lesen». Über den Einsatz sagt Spengler: «Es war sehr personalintensiv.» Die grösste Herausforderung sei gewesen, dass das Feuer nicht auf andere Gebäude übergreift.
«Feuer war überall drin»
Das Dach restlos von den Glutnestern zu befreien, sei eine sehr langwierige und intensive Arbeit. «Das Feuer war überall in den Wänden, Dächern und Böden drin.»
Knapp 150 Feuerwehrleute und zahlreiche Feuerwehrfahrzeuge standen am Sonntagabend im Einsatz. Mit einer Drohne suchte die Feuerwehr via Wärmebildkamera versteckte Glutnester. Für die Löscharbeiten sperrte die Polizei das Gebiet während mehreren Stunden grossräumig ab. Die Polizei ermittelt die Brandursache.