Mehrere Leserinnen und Leser meldeten am Dienstagabend einen Brand in der Altstadt von Chur im Kanton Graubünden. Ein Leser vor Ort erklärt, dass die Feuerwehr gerade das Haus durchsuche. Er sagt, es seien rund 100 Einsatzkräfte vor Ort. Auf Anfrage von Blick bestätigt die Polizei den Einsatz.
Als Erstes sei ihm der Rauch aufgefallen, sagt ein Anwesender. «Alles stinkt nach Rauch», sagt er gegenüber Blick. Ein Leser sagt, dass er vermute, dass der Brand schon gelöscht werden konnte. «Es stinkt schon weniger, und man sieht keinen Rauch mehr.» Flammen seien nie sichtbar gewesen, meint er.
Kerzen lösten Wohnungsbrand aus
Am Mittwochmorgen gab die Kantonspolizei Graubünden in einer Medienmitteilung bekannt, dass die Meldung über den Brand kurz vor 19 Uhr eingegangen sei. Die Feuerwehr Chur rückte mit 40 Einsatzkräften aus und traf in einem Mehrfamilienhaus auf einen Wohnungsbrand im zweiten Obergeschoss. Noch während der ersten Einsatzphase evakuierten Feuerwehrleute vier Personen mit einem Hubretter aus einer Wohnung über dem Brandherd. Zwei Teams der Rettung Chur untersuchten die Betroffenen ambulant und entliessen sie unverletzt aus der medizinischen Betreuung.
Dank des raschen Löscheinsatzes konnte ein Übergreifen der Flammen auf weitere angebaute Gebäude verhindert werden. Nach ersten Erkenntnissen dürften brennende Kerzen in der Wohnung im zweiten Obergeschoss den Brand ausgelöst haben. Das Feuer zerstörte die betroffene Wohnung vollständig und verursachte am Mehrfamilienhaus grossen Sachschaden.
Mit knapp einem Dutzend Polizeiangehörigen sperrte die Stadtpolizei Chur den Schadenplatz grossräumig ab und unterstützte die Kantonspolizei Graubünden bei der Einsatzleitung, die zusammen mit der Staatsanwaltschaft die weiteren Umstände zu diesem Wohnungsbrand abklärt.