Darum gehts
- Der Kanton Wallis versteigerte 111 Kilogramm beschlagnahmtes CBD-Haschisch online
- Das Haschisch enthält 22,6 % CBD und 0,4 % THC, gesetzeskonform
- Offerten mussten bis 28. August 2026 eingereicht werden, Ergebnis unklar
Der Kanton Wallis hat auf seiner Verkaufsplattform 111 Kilogramm CBD-Haschisch zur Versteigerung angeboten. Das berichtet der «Walliser Bote».
Die Ware wurde von der Walliser Justiz beschlagnahmt und weist laut Analyse 22,6 Prozent CBD sowie 0,4 Prozent THC auf – ein Wert, der klar unter der Ein-Prozent-Grenze des Betäubungsmittelgesetzes liegt.
THC sorgt für die berauschende Wirkung von Cannabis. CBD wirkt dagegen nicht berauschend und wird therapeutisch verwendet.
Aussergewöhnlich
Um den Verkauf ist die kantonale Dienststelle für Betreibungs- und Konkurswesen besorgt. Auch für diese ist die Verwertung aussergewöhnlich. «Es ist das erste Mal, dass diese Art von Ware zum Verkauf angeboten wird», wird der Vizechef der Dienststelle zitiert.
Das Haschisch ist vakuumiert und in 100-Gramm-Portionen verpackt. Interessenten können entweder einzelne Kilogramm oder die gesamte Menge ersteigern.
Ein Foto zeigt die Ware in einem mit Plastikband verklebten Karton – so war das Haschisch wohl beschlagnahmt worden.
Frist abgelaufen
Es gibt keinen Mindestpreis, und mitbieten durfte grundsätzlich jede handlungsfähige Person. Die Offerten mussten bis Freitag, 28. August 2026, um Mitternacht eingereicht werden. Die Frist ist abgelaufen. Das Angebot wurde mittlerweile von der Webseite entfernt, auf der üblicherweise Immobilien gelistet sind.
Ob geeignete Angebote eingingen und ob es zu einem Verkauf kommt, war noch nicht zu erfahren.
Bleibt der Kanton auf dem Haschisch sitzen, geht die Ware an die Dienststelle für Straf- und Massnahmenvollzug zurück – diese entscheidet dann über das weitere Vorgehen.