Drei Menschen aus 50 Meter tiefer Schlucht befreit
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Video zeigt die Rettung:Drei Menschen aus 50 Meter tiefer Schlucht befreit

«Crew blickte in schwarzes Loch»
Air Zermatt rettet drei Personen mit Longline aus Schlucht

Eine aussergewöhnliche Rettungsaktion hat die Air Zermatt am Freitag in der Jolischlucht im Wallis durchgeführt. Drei Personen waren in der tief eingeschnittenen Schlucht blockiert. Um sie zu retten, musste ein Rettungsspezialist eine 50 Meter lange Longline betätigen.
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Spektakuläre Bilder aus der Jolischlucht im Wallis. Ein Retter rückte mit einer Longline zu drei blockierten Personen aus.
Foto: air zermatt

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Drei Personen in der Jolischlucht bei Niedergesteln wurden am Freitag gerettet
  • Ein Retter wurde 48 Meter tief in die enge Schlucht abgeseilt
  • Die Personen blieben unverletzt und wurden sicher in Niedergesteln abgesetzt
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Janine EnderliRedaktorin News

Am Freitagabend wurde die Air Zermatt von der Kantonalen Walliser Rettungsorganisation (KWRO) alarmiert, nachdem drei Personen in der Jolischlucht bei Niedergesteln VS in eine Notlage geraten waren und die Schlucht nicht mehr selbständig verlassen konnten. Bereits ein Erkennungsflug zeigte, wie anspruchsvoll eine Rettung werden würde: Die Schlucht ist stellenweise lediglich 2 Meter breit und bis zu 50 Meter tief. Aus dem Cockpit ist ihr Grund nicht zu sehen; die Crew blickte aus der Luft praktisch in ein schwarzes Loch.

Zusätzlich führte der Jolibach zu diesem Zeitpunkt wegen eines Gewitters viel Wasser. Nach intensiver Suche gelang es der Crew schliesslich, die drei Personen unter einem Felsblock tief in der Schlucht zu lokalisieren.

Pilot fliegt Retter in Schlucht

Für die eigentliche Rettung kam ein Rettungsspezialist der KWRO an einer 50 Meter langen Longline zum Einsatz. Der Pilot der Air Zermatt flog den Retter über die Schlucht und liess ihn anschliessend immer tiefer zwischen den steilen, engen Felswänden hinunter.

Je tiefer der Rettungsspezialist in die enge Schlucht abgesenkt wurde, desto weniger konnte der Pilot ihn sehen. Schnell hatte der Pilot vom Cockpit aus keinerlei direkte Sicht mehr auf den Retter und dessen unmittelbare Umgebung. Er musste den Helikopter präzise in Position halten und sich vollständig auf die Funksprüche und Anweisungen des Rettungsspezialisten verlassen. Auf diese Weise wurde der Retter 48 Meter tief in die Schlucht abgesenkt.

Auch Weg nach oben anspruchsvoll

Am Boden der Schlucht gelang es dem Rettungsspezialisten, die drei blockierten Personen für den Transport an der Longline vorzubereiten. Anschliessend begann der ebenso anspruchsvolle Weg zurück nach oben. 

Der Pilot flog den Rettungsspezialisten und die drei Personen senkrecht aus der engen Schlucht. Dabei musste jede Bewegung des Helikopters exakt mit den Anweisungen des Retters abgestimmt werden, um genügend Abstand zu den Felswänden zu gewährleisten, heisst es in der Medienmitteilung. 

Die drei Personen konnten schliesslich sicher aus der Jolischlucht ausgeflogen und in Niedergesteln abgesetzt werden. Sie blieben unverletzt.

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