Hack-Attacke im Kanton Waadt
Teenager (16) nach Cyberangriff auf Schulplattform gefasst

Die Waadtländer Kantonspolizei hat einen 16-Jährigen nach einem mutmasslichen Zugriff auf eine IT-Supportplattform von Gymnasien und Berufsschulen angehalten. Auf der Plattform sind Angaben von rund 41'500 Nutzern gespeichert; Passwörter und Noten lagen dort nicht.
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Die Waadtländer Kantonspolizei hat einen 16-Jährigen nach einem mutmasslichen Zugriff auf eine IT-Supportplattform von Gymnasien und Berufsschulen angehalten. (Symbolbild)
Foto: imago images/photothek

Darum gehts

  • In der Waadt wurde im Oktober eine IT-Supportplattform von Gymnasien und Berufsschulen angegriffen
  • Auf der Plattform waren Daten von 41'500 Nutzenden, jedoch keine Passwörter oder Noten, gespeichert
  • Die Polizei nahm einen 16-Jährigen fest, sein IT-Material wird von Cyber-Ermittlern ausgewertet
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Mattia JutzelerRedaktor News

Zwischen Freitag, 23. Oktober, und Montag, 26. Oktober, ist es im Kanton Waadt zu einem unbefugten Zugriff auf eine IT-Supportplattform gekommen. Die Plattform wird von Gymnasien und Berufsschulen genutzt, wie die Waadtländer Kantonspolizei mitteilt.

Entdeckt wurde der Zugriff am 26. Oktober durch die Generaldirektion für den nichtobligatorischen Bildungsbereich des Kantons. Über die Plattform können rund 38'000 Schülerinnen und Schüler sowie 3500 Lehrpersonen IT-Hilfe ihrer Schule anfordern. Gespeichert sind dort Namen, Vornamen, schulische E-Mail-Adressen und der Inhalt der Supportanfragen.

Teenager (16) verhaftet

Nicht auf der Plattform hinterlegt waren laut Polizei Passwörter oder schulische Daten wie Noten oder Schülerdossiers. Nach der Entdeckung wurde die Plattform vom Internet getrennt und mit Unterstützung des Sicherheitszentrums des Kantons Waadt gesichert. Die Schülerinnen, Schüler und Lehrpersonen wurden informiert und zur Vorsicht vor möglichen betrügerischen Nachrichten aufgerufen.

Am 31. Oktober nahm die Waadtländer Kantonspolizei einen 16-Jährigen fest. Er steht im Verdacht, in ein Informatiksystem eingedrungen zu sein und Daten entwendet zu haben. Der Jugendliche wurde einvernommen, sein Informatikmaterial wurde sichergestellt. Nach der Einvernahme kam er wieder frei.

Eine Strafanzeige wurde eingereicht. Die Ermittlungen führen Cyber-Ermittler der Sicherheitspolizei unter der Leitung des Jugendgerichts. Sie sollen klären, wie es zur mutmasslichen Intrusion kam und ob Daten heruntergeladen oder an Dritte weitergegeben wurden. Das beschlagnahmte Material wird derzeit ausgewertet.

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