Darum gehts
- Rega fand vermisste Frau in Neuenburg am Montag mit Suchhelikopter
- Hightech-Wärmebildkamera ortete Signal im Feld, Frau winkte Crew zu
- 45 Minuten Suche, Frau verletzt und unterkühlt ins Spital gebracht
Die Rega hat in der Nacht auf Montag in der Region Neuenburg eine vermisste Frau mithilfe ihres Suchhelikopters gefunden. Die Frau war am Sonntagabend mit ihrem Hund spazieren gegangen – dieser war nach einiger Zeit allein nach Hause zurückgekehrt.
Die Angehörigen schlugen umgehend Alarm und die Polizei leitete umfangreiche Suchmassnahmen ein. Eine Suche mit Hundestaffel und Drohne blieb jedoch ohne Erfolg. Nach Mitternacht forderte die Kantonspolizei Neuenburg deshalb die Unterstützung der Rega an.
Der Rega-Einsatzleiter bot den Suchhelikopter mit seiner spezialisierten Crew auf. Kurz darauf startete diese ins Suchgebiet.
Wärmebildkamera und Sensoren
Der Suchhelikopter der Rega ist mit einem Hightech-Suchsystem ausgerüstet, das von einem speziell ausgebildeten Operator bedient wird. Das System besteht aus einer hochsensitiven Wärmebildkamera, optischen Sensoren, einem Gerät zur Ortung von Mobiltelefonen, einer Computer-Konsole in der Kabine sowie einem gekoppelten Suchscheinwerfer.
Die Crew des Rega-Suchhelikopters flog das Suchgebiet systematisch ab, zunächst jedoch ohne Erfolg. Nach rund 45 Minuten entschied sie, zum Wohnort der Vermissten zurückzufliegen. Beim Landeanflug bemerkte die Crew auf dem Wärmebild ein schwaches Signal in einem hohen, dicht bewachsenen Feld. Der Helikopter kreiste daraufhin über der Stelle und leuchtete sie mit dem Suchscheinwerfer aus. Dabei entdeckte die Crew die Frau im Feld – sie machte mit der Hand auf sich aufmerksam.
Frau verletzt ins Spital gebracht
Dank der genauen Lokalisierung aus der Luft konnten die Einsatzkräfte der Polizei und der ARS zur Frau gelangen. Auch ein Rettungssanitäter der Rega, der im Suchhelikopter mitflog, begab sich zur Frau und übernahm die medizinische Erstversorgung. Sie hatte sich am Knie verletzt und konnte sich kaum mehr fortbewegen. Deshalb war es ihr nicht möglich gewesen, selbständig nach Hause zurückzukehren. Die unterkühlte Patientin wurde schliesslich von einer Ambulanz ins nächste Spital gebracht.