Darum gehts
- Eine Frau stirbt nach Schussverletzung in Faido, Explosion in Leontica
- Ex-Mann der Verstorbenen soll Haus gesprengt haben, Ermittlungen laufen
- Drei Polizisten verletzt, Explosion verursachte grossen Sachschaden in Altstadt
Die Tessiner Polizei informiert am Freitag über einen Todesfall am Donnerstagabend. Wie die Polizei schreibt, wurde gegen 20 Uhr auf dem Gelände der Rehabilitationsklinik in Faido eine 56-jährige Schweizerin mit einer schweren Schussverletzung am Kopf aufgefunden. Die Frau wurde in der Einrichtung behandelt und war im Bleniotal wohnhaft.
Einsatzkräfte der Polizei und der Rega brachten die Frau ins Spital, wo sie später verstarb. «Derzeit laufen Ermittlungen, um die Ursachen, den Hergang und die Verantwortlichkeiten im Zusammenhang mit dem Vorfall aufzuklären», heisst es in der Mitteilung weiter. Es wird auch die Rolle eines Mannes geprüft, der aktuell gesucht wird. Er soll der Ex-Mann (59) des Opfers sein.
Explosion in Wohnhaus – 3 Tessiner Polizisten verletzt
Am Abend kam es dann in Leontica im Bleniotal zu einer Explosion, wie die Tessiner Polizei in einem Update vom Samstag schreibt. Wie RSI berichtet, stehen die beiden Vorfälle offenbar in Zusammenhang. Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei erklärten, dass gegen 19 Uhr die Meldung über Schüsse aus einem Wohnhaus in Leontica eingegangen ist. Die Beamten der Kantonspolizei, die vor Ort eingriffen, wurden anschliessend in eine Explosion im Inneren des Gebäudes verwickelt – drei von ihnen erlitten Verletzungen, die als nicht schwerwiegend eingestuft werden. Infolge der Explosion brach ein Brand aus, der das Wohnhaus vollständig zerstörte.
Das Haus soll einem Verwandten des 59-Jährigen gehören, schreibt Tio. Die Ermittlungen sollen nun den genauen Hergang des Vorfalls klären. Vorsorglich wurden vier Personen aus den benachbarten Häusern evakuiert.
Menschliche Überreste identifiziert
Im Laufe der Nacht wurden zudem Sucharbeiten in den Trümmern aufgenommen. Dabei wurden Sprengstoff und menschliche Überreste gefunden.
Am Samstagabend teilen die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei mit, dass die gefunden Überreste identifiziert wurden. Sie stammen von dem gesuchten 59-Jährigen, der in Zusammenhang mit der erschossenen Frau in Faido gesucht wurde.