Explosion im Kraftwerk Ritom
Zwei Tote – Teil des Gebäudes soll eingestürzt sein

Am Mittwoch läuft ein Grosseinsatz im Kraftwerk Ritom in Piotta TI. Es gab eine Explosion, zwei Personen wurden schwer verletzt. Diese erlagen ihren Verletzungen später. Die Ursache für die Explosion ist noch unklar.
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Im Kraftwerk Ritom in Piotta kam es am Mittwoch zu einer Explosion.
Foto: Rescue Media

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Explosion erschüttert Kraftwerk Ritom in Piotta TI am Mittwochmorgen
  • Rega-Helikopter und Feuerwehr im Einsatz
  • Zwei schwerverletzte Arbeiter erlagen ihren Verletzungen

Eine Explosion hat am Mittwochmorgen das Kraftwerk Ritom im Dorf Piotta im Kanton Tessin erschüttert. Der Vorfall ereignete sich gegen 9.30 Uhr. Die Ursache ist noch unklar – derzeit steht laut RSI ein elektrisches Problem mit einem Transformator während eines Inbetriebnahmetests im Fokus.

Wie die Kantonspolizei Tessin am Vormittag gegenüber Blick bestätigte, wurden zwei Arbeiter bei dem Unfall schwer verletzt. «Ein Ereignis hat einen Teil der Anlage beschädigt», so ein Sprecher.

In einer Medienmitteilung am Nachmittag erklärte die Polizei, dass die beiden Arbeiter ihren schweren Verletzungen erlegen seien. Bei einem der Todesopfer handelt es sich demnach um einen 55-jährigen Schweizer Staatsbürger mit Wohnsitz in der Region Lugano. Die Identität des zweiten Todesopfers gab die Kantonspolizei am späteren Abend bekannt: es handelt sich um einen 18-jährigen Schweizer Staatsbürger mit Wohnsitz im Leventina-Tal.

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Ursachen werden nun ermittelt

Ein Grosseinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst lief über mehrere Stunden. Bilder zeigen mehrere Rettungswagen am Ort des Geschehens. Auch ein Helikopter der Rega stand im Einsatz. Die Polizei sperrte das Gebiet weitläufig. Vor Ort waren Beamte der Kantonspolizei sowie Einsatzkräfte der Feuerwehren von Biasca, Alta Leventina und Bellinzona, die für die Löscharbeiten und die Absicherung des Geländes sorgten, ebenso wie Rettungskräfte von Tre Valli Soccorso und der Rega.

Der Vorfall verursachte erhebliche Schäden am Gebäude. Die Ursachen und der genaue Hergang des Vorfalls sind derzeit Gegenstand der erforderlichen Ermittlungen. Zur psychologischen Betreuung der Betroffenen wurde das Care-Team hinzugezogen. Die Ermittlungen werden von Staatsanwältin Valentina Tuoni koordiniert. Derzeit geben Polizei und Staatsanwaltschaft keine weiteren Informationen bekannt.

Unfall ereignete sich im alten Kraftwerk

Laut Rescue Media soll ein Teil des Gebäudes eingestürzt sein. Das Kraftwerk setzt sich aus einem historischen Bestandsgebäude aus dem Jahr 1917 und einem im Bau befindlichen Neubau, der 2027 in Betrieb gehen soll, zusammen. Nach Angaben von «RSI» ereignete sich der Unfall im alten Kraftwerk. Dieses sei erst kürzlich mit neuer elektrischer Ausrüstung ausgestattet worden. Das Neubauprojekt kostete laut «Tages-Anzeiger» 350 Millionen Franken. Mehrere Personen sollen verschüttet worden sein, berichtet «RSI».

Beim Kraftwerk handelt es sich um ein Speicherkraftwerk, das vom Ritomsee mit Wasser versorgt wird. Es befindet sich im Valle Leventina. Die Betreibergesellschaft Ritom SA gehört zu 75 Prozent den SBB und zu 25 Prozent der Azienda Elettrica Ticinese.

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