Darum gehts
- Zürcher (58) flüchtet auf der A2 vor der Polizei
- Zehn Kilometer Geisterfahrt am Gotthard
- Frontalcrash mit Polizeiauto, zwei Beamte erheblich verletzt
Erst Pannenstreifen, dann Schneckentempo, dann Vollgas in die falsche Richtung: Ein Autofahrer hat am Donnerstagabend die A2 bei Faido in eine Horrorstrecke verwandelt. Am Ende liegen zwei Polizisten schwer verletzt im Spital.
Es beginnt kurz vor 21.30 Uhr. Bei der Tessiner Alarmzentrale gehen Anrufe von mehreren besorgten Autofahrern ein. Ein schwarzes Auto ist auf der A2 bei Faido Richtung Norden unterwegs und überholt über den Pannenstreifen.
Dann wird es noch bizarrer. Plötzlich schleicht der Wagen mitten auf der Fahrbahn dahin und blockiert den Verkehr, wie die Tessiner Kantonspolizei mitteilt.
Rotlicht? Egal
Als eine Patrouille der Kantonspolizei eintrifft, tritt der Lenker aufs Gas. Er rast davon und überfährt ein Rotlicht, mit dem die Fahrbahn gesperrt wurde. Die Polizei nimmt die Verfolgung auf.
Kurz vor dem Gotthardtunnel folgt das nächste Wahnsinnsmanöver: Der Mann wendet auf der Autobahn und fährt rund zehn Kilometer als Geisterfahrer Richtung Süden.
Sperre durchbrochen, Frontalcrash im Tunnel
Doch damit nicht genug. Der Fahrer wendet erneut, durchbricht eine Strassensperre der Polizei und prallt im Piumogna-Tunnel frontal in ein Patrouillenfahrzeug.
Am Steuer sitzt ein 58-jähriger Schweizer aus dem Kanton Zürich. Er wird mittelschwer verletzt. Die beiden Polizisten erleiden laut einer ersten medizinischen Beurteilung erhebliche Verletzungen. Alle drei werden ins Spital gebracht.
Für die Rettung und die Spurensicherung wurde der betroffene Abschnitt der A2 gesperrt. Der Verkehr war stundenlang blockiert und wird umgeleitet. Warum der Mann so fuhr, ist bisher unklar.