Steht seit fünfzehn Jahren leer
Investor kauft Schloss und plant darin Fünf-Sterne-Hotel

Im freiburgischen Givisiez soll im symbolträchtigen Schloss La Chassotte, das seit über fünfzehn Jahren leer steht, ein Fünf-Sterne-Hotel entstehen. Ein Investor hat einen Teil des Areals für 7 Millionen Franken gekauft.
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Aus dem Schloss La Chassotte soll ein Luxushotel werden, daneben sollen Wohnungen entstehen.
Foto: Map Search
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Dabei handelt es sich um Antonio Carrisi, den Gründer des Bellarena-Festivals in Freiburg. Er beabsichtigt, das Gebäude am Ortseingang von Givisiez in ein Fünf-Sterne-Hotel umzuwandeln und daneben 50 bis 60 Wohnungen zu bauen. Die Medien Frapp und Radio Freiburg sowie La Liberté hatten darüber berichtet.

Nach Abstimmungen in ihren Gemeindeversammlungen haben die Gemeinden Givisiez und Granges-Paccot das Gebäude an Carrisi verkauft. Das Siegerprojekt seiner Immobilienfirma Cardeco Sàrl war von einer Jury ausgewählt worden. Es sieht im Hotelteil ein Spa, einen Fitnessbereich, einen Swimmingpool und ein Restaurant für eine wohlhabende Klientel vor. Carrisi möchte das Hotel in drei Jahren eröffnen.

Lange Zeit als Internat genutzt

Das Schloss beherbergte einst ein Mädcheninternat. Mittlerweile sind die Fensterläden seit Jahrzehnten verriegelt. Wenig erinnert daran, dass in diesen Mauern einst Kinder berühmter Persönlichkeiten lesen, beten, sich benehmen gelernt haben – angeleitet von Nonnen in schwarzen Ordenstrachten. Von 1904 bis 1988 war es eine Bildungsstätte für die Töchter reicher Familien aus aller Welt. Zu Spitzenzeiten lebten rund 120 Mädchen im Internat. Jetzt soll das verlotterte Gebäude aus dem Dornröschenschlaf erwachen. 

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