Angeblich heisst das Mädchen Kim und soll 16 Jahre alt sein. Sie hat «dunkelblondes Haar, einen Schmollmund und einen knospenden Busen». Mit solchen Angaben wirbt der Club Massage 50 in Wetzikon seit Jahren um Kundschaft.
Mit Erfolg, wie die Einträge von Freiern auf verschiedenen einschlägigen Foren zeigen: «Was Jüngeres habe ich noch nie gesehen», schreibt ein User über Kim, «süss und schüchtern» nennt sie ein anderer.
Club nutzt eine Gesetzteslücke
In der Schweiz ist die Prostitution Minderjähriger möglich, weil der Bund eine Europaratskonvention zum Schutz der Kinder bislang nicht ratifiziert hat. Daher gilt bezüglich käuflicher Liebe das gesetzliche Schutzalter von 16 Jahren.
«Wir hoffen, dass die Konvention bis in zwei oder drei Jahren rechtsgültig ist», sagt Ronja Tschümplerin vom Kinderschutz Schweiz zum «Zürcher Oberländer».
Club-Betreiber weisst Schuld von sich
Wie der Betreiber des Salons erklärt, seien die Mädchen allesamt volljährig. «Dass sich die Mädchen jünger machen, ist in der Branche völlig normal.» Der grosse Konkurrenzdruck im Gewerbe würde zu den falschen Altersangaben führen.
Dass das Geschäft mit den Lolitas zieht, bestätigen nicht nur die vielen positiven Rückmeldungen der Freier, sondern auch Sexualtherapeutin Ester Schütz. «Den Freier reizt dabei vor allem der makellose Körper der Frau», sagt Schütz.
Und weil das Gesetz wohl bald angepasst wird, scheint der Austausch über Mädchen wie Kim zuzunehmen. «Schnell nach Wetzikon, bevor es verboten wird», schreibt ein User in einem Forum.