Darum gehts
- Zöllner entdeckten 17'800 unversteuerte Zigaretten bei einer Ukrainerin im März
- Zigaretten stammten aus Polen; Steuerschuld beläuft sich auf 3'800 Euro
- Zusätzlich 11'800 Zigaretten bei 20-jährigem Afghanen auf Bundesstrasse 34 gefunden
Eine Ukrainerin (33) ist im vergangenen Monat auf ihrem Weg in die Schweiz mit einer erheblichen Menge unversteuerter Zigaretten aufgegriffen worden. Bei einer Kontrolle entdeckten Zöllner im Kofferraum ihres Fahrzeugs einen Plastiksack, in dem sich insgesamt 89 Stangen verschiedener Marken befanden – umgerechnet 17'800 Zigaretten. Das teilt das Hauptzollamt Singen am Freitag mit.
Die Zigarettenpackungen trugen polnische Steuerbanderolen, was darauf schliessen liess, dass die Frau die Ware zuvor in Polen erworben hatte.
«Reisende innerhalb der EU dürfen grundsätzlich Zigaretten für den Eigenbedarf abgabenfrei mitführen», erklärt Sonja Müller, Pressesprecherin des Hauptzollamtes Singen. «Als Richtmenge für den Eigenbedarf wird dabei innerhalb der EU von 800 Stück ausgegangen.»
Afghane wenige Tage später erwischt
Die deutlich überschrittene Menge liess jedoch auf einen gewerbsmässigen Handel schliessen, das von der Beschuldigten nicht widerlegt werden konnte. Gegen die Frau wurde deshalb ein Steuerstrafverfahren wegen Hinterziehung von Tabaksteuer eingeleitet. Die fälligen Steuerschulden beliefen sich auf rund 3800 Euro, zusätzlich wurde eine Strafsicherheit in Höhe von 2000 Euro erhoben.
Nur wenige Tage später kontrollierten Zöllner auf der Bundesstrasse 34 zwischen Espasingen und Stahringen einen Afghanen (20). Im Kofferraum seines Fahrzeugs fanden sie einen Karton und eine Plastiktüte mit insgesamt 59 Stangen unversteuerter Zigaretten – rund 11'800 Stück. Auch hier lag der Verdacht des gewerblichen Handels nahe. Die Abgaben wurden auf etwa 2500 Euro festgesetzt, und auch in diesem Fall leitete der Zoll ein Steuerstrafverfahren ein. In beiden Fällen wurden die Zigaretten sichergestellt.