Ringier-Europapreis 2026 für Monika Maron und Alice Schwarzer
«Ihre Stimmen muss man hören»

Beim Dîner républicain in Ascona wurden erstmals zwei Frauen geehrt: Monika Maron und Alice Schwarzer, die unbeugsam für Demokratie und Freiheit kämpfen – und gegen anmassende Gegner.
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Die Preisträgerinnen Monika Maron (l.) und Alice Schwarzer (r.) erhielten von Frank A. Meyer ein Portrait von sich.
Foto: Philippe Rossier

Falls der Inspirator, Organisator und Moderator des jährlichen Dîner républicain zur Feier dieses Jubiläums die Frauenquote im Auge gehabt haben sollte: Frank A. Meyer erfüllte sie mit Bravour. 

Der als Höhepunkt des Treffens hochrangiger Gäste aus der Welt des Geistes und der Politik zum 20. Mal vergebene «Europapreis für politische Kultur» geht 2026 gleich an zwei Frauen, die Schriftstellerin Monika Maron sowie an die Publizistin und Frauenrechtlerin Alice Schwarzer.

«Die beiden grossen Frauenpersönlichkeiten Monika Maron und Alice Schwarzer haben die politische Kultur geprägt. Maron noch in der DDR, seit der Wiedervereinigung täglich engagiert für die deutsche Demokratie. Unbeugsam sowohl gegenüber rechten wie linken Anmassungen. Ihre Stimme muss man hören», so der Präsident der ausrichtenden Hans Ringier Stiftung.

Die Verleihung an Alice Schwarzer begründete Meyer so: «Sie ist die Revolutionärin der deutschen Frauenfreiheit. Sie provoziert mit ihrem Kampf für die Gleichheit der Frau seit Jahrzehnten immer wieder die kulturelle und politische Szene. Sie ist unverrückbar da. Eine Instanz. Beide Frauen sind europäische Stimmen.»

Der Kabarettist, Komiker, Autor und Fotograf Dieter Nuhr, seit 2011 Moderator der deutschen Fernsehsendung «Nuhr im Ersten», würdigte die Geehrten mit den Worten: «Ich bin mächtig stolz, als Laudator für zwei so hochkarätige Preisträgerinnen auftreten zu dürfen. Monika Maron und Alice Schwarzer sind Frauen, die ihr Leben lang immer unbeirrt ihren Weg gegangen sind, die auch gegen Widerstände lieber ihr eigenes Weltbild vertreten haben, als mit dem Strom zu schwimmen. Das ist auch für mich ganz persönlich vorbildhaft!»

Der mit insgesamt 50'000 Euro dotierte «Europapreis» wird seit 2007 von der Hans Ringier Stiftung vergeben und zeichnet Persönlichkeiten aus, die sich um die politische Kultur Europas verdient gemacht haben.

Bisher erhielten ihn Jean-Claude Juncker, Boris Tadić, Jürgen Habermas, Pascal Lamy, Jean-Claude Trichet, Hans-Dietrich Genscher, Donald Tusk, Wolfgang Schäuble, Heinrich August Winkler, Mario Draghi, Frank-Walter Steinmeier, Margrethe Vestager, Sir Christopher Munro Clark, Zuzana Čaputová, Peter Sloterdijk, Kaja Kallas, Alexei Nawalny, Anne Applebaum, Radosław Sikorski und Adolf Muschg.

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