Polizei warnt Eltern
Teenies werden auf Social Media für Verbrechen rekrutiert

Die Kantonspolizei Freiburg warnt: Kriminelle rekrutieren Jugendliche über Social Media wie Snapchat und TikTok. Mit falschen Jobangeboten locken sie in illegale Aktivitäten und setzen die jungen Menschen enormen Risiken aus.
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Die Polizei warnt vor einem gefährlichen Phänomen auf Social Media.
Foto: keystone-sda.ch
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Sandra MarschnerRedaktorin News-Desk

Achtung Eltern! Auf Social Media zeigt sich aktuell ein besorgniserregendes Phänomen. Minderjährige und junge Erwachsene werden über die sozialen Medien zur Teilnahme an kriminellen Aktivitäten «rekrutiert», warnt die Kantonspolizei Freiburg in einer Medienmitteilung. Sowohl in der Schweiz als auch in den Nachbarländern beobachtet die Polizei dieses gefährliche Phänomen. 

Die Kantonspolizei warnt Jugendliche, Eltern und Fachleute aus dem Bildungsbereich daher vor dieser Masche. Soziale Netzwerke wie Snapchat, TikTok oder Telegram würden von kriminellen Organisationen zunehmend dazu genutzt, junge Menschen zu rekrutieren. Über Stories, Beiträge oder direkte Nachrichten würden die Jugendlichen angesprochen und ihnen ein Weg, schnell und einfach Geld zu verdienen, versprochen. 

Kriminelle Organisationen locken in Jugendsprache mit «Aufträgen» für schnelles Geld

Dafür bieten sie den Teenies gut bezahlte «Aufträge» an. In Wirklichkeit stecken dahinter jedoch illegale Aktivitäten: Kreditkarten abholen, Geld abheben oder an Betrügereien teilnehmen. Die oft im Ausland ansässigen Hintermänner verwenden eine jugendgerechte Sprache, Emojis, Memes und für soziale Netzwerke typische Codes, um ihre Angebote attraktiv zu gestalten und das Vertrauen der Zielpersonen zu gewinnen.

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Anschliessend üben die Kriminellen mithilfe der erhaltenen persönlichen Informationen (Identitätskarte, Adresse, Fotos) Druck auf die Jugendlichen aus, warnt die Polizei. Sobald die Jugendlichen rekrutiert sind, werden sie vollständig von der kriminellen Organisation übernommen, die ihnen vorgibt, wohin sie gehen, was sie tun und manchmal sogar, wo sie unterkommen sollen. Letztendlich ist der Gewinn deutlich geringer als versprochen, aber die rechtlichen Risiken sind sehr hoch.

Schwere Folgen drohen

Wer sich bereiterkläre, an solchen Aktivitäten teilzunehmen, setze sich vielfachen Risiken aus, betont die Kantonspolizei. Dazu gehören Verhaftung und Inhaftierung, Hausdurchsuchungen am Wohnort, die Sicherstellung elektronischer Geräte, Strafverfolgung wegen Beihilfe zum Betrug oder anderen Straftaten, sowie eine Verurteilung mit Strafregistereintrag. Auch könne man verpflichtet werden, die entwendeten Beträge an die Opfer zurückzuzahlen.

Die Polizei empfiehlt daher, Angeboten in sozialen Netzwerken, die schnelles und leicht verdientes Geld versprechen, zu misstrauen. Persönliche Daten (Adressen, Fotos, Telefonnummer, Identitätskarte) oder Bankdaten sollten niemals an Online-Bekanntschaften weitergegeben werden. Im Zweifelsfall sollten sich Jugendliche an ihre Eltern, eine Lehrperson oder die Polizei wenden. 

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