Darum gehts
- Die verheerende Brandkatastrophe in der Bar Le Constellation forderte 41 Todesopfer
- Gegen das Barbetreiberpaar Jacques und Jessica Moretti wird ermittelt
- Das Feuer wurde durch Sprühkerzen an Champagnerflaschen ausgelöst
«Die Schweizer Behörden begegnen dieser Angelegenheit mit passiver Akzeptanz»
Von Sandra Marschner, Redaktorin am Newsdesk
Manfredi M.* (16) erlitt in der Silvesternacht im Le Constellation schwere Brandverletzungen. Wenige Stunden lag der Teenager auf der Intensivstation in Sitten. Dann fuhr ihn sein Vater Umberto M.* zusammen mit zwei weiteren Schwerverletzten ins Mailänder Spital Niguarda. Umso mehr ist Manfredis Familie schockiert, dass sie eine Rechnung über rund 70'000 Franken vom Sittener Spital erhielt.
Grund dafür: Der Kanton Wallis soll keine rechtlichen Möglichkeiten haben, die Kosten für die Behandlung dreier italienischer Brandopfer im Spital Sitten zu decken. Stattdessen soll nun Italien zahlen. Die italienische Ministerpräsidentin Georgia Meloni und der italienische Botschafter in der Schweiz, Gian Lorenzo Cornado, reagierten bereits mit Entrüstung und betonten: Italien werde nicht zahlen.
Nun hat sich Umberto M. im Interview mit «Corriere della Sera» zu den Spitalkosten geäussert. «Diese Erstattungsproblematik ist unglaublich traurig. Wir haben immer noch Kinder im Spital, die dort leider lange bleiben müssen. Anstatt über sie zu sprechen, sind wir gezwungen, mit der Schweiz über Geld zu streiten. Das finde ich absolut unangemessen», so der Vater.
Er zeigte sich enttäuscht über die Haltung der Schweiz: «Mir scheint, die Schweizer Behörden begegnen dieser Angelegenheit mit einer Art passiver Akzeptanz dessen, was geschehen ist und was getan werden muss, sodass wir wie Fremde wirken. Dabei fordern wir doch nur legitime Dinge. Ich würde sogar sagen: banale.»
* Name bekannt
Italien-Botschafter legt nach: «Um Himmels willen!»
Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk
Der Haussegen zwischen der Schweiz und Italien hängt wieder einmal schief. Nachdem sich Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und der italienische Botschafter in der Schweiz, Gian Lorenzo Cornado, bereits am Freitag über die hohen Spitalkosten und deren Begleichung ausgelassen haben, legt der Diplomat am Samstag in verschiedenen Interviews mit italienischen Zeitungen nach.
«Wir werden nichts zahlen», sagt er gegenüber «La Repubblica». Hintergrund ist eine angebliche Forderung seitens der Schweiz zur Deckung der Behandlungskosten für drei italienische Brandopfer im Spital Sitten. Da der Kanton Wallis keine rechtlichen Möglichkeiten habe, die Kosten zu übernehmen, soll Italien diese Ausgaben erstatten. Konkret geht es um einen Betrag von rund 100'000 Franken.
Die Forderung habe ihn fassungslos gemacht, erklärt Cornado. In den Interviews betont er mehrfach, dass Italien sich auch um zwei Schweizer Brandopfer gekümmert habe. «Der Generaldirektor des Spitals in Niguarda (Mailand) sagte mir, dass sie es ohne unseren sofortigen Transport nicht geschafft hätten. Wir haben ihnen das Leben gerettet. Wir haben ihnen das Leben gerettet, wir haben sie monatelang behandelt, nicht nur einen Tag. Und wir werden ganz sicher keine Kostenerstattung verlangen, um Himmels willen!»
Ist das ein Zeichen für eine weitere Krise zwischen Italien und der Schweiz? «Ich würde nicht von einer Krise sprechen. Aber es ist wieder einmal ein Missverständnis zwischen unseren Ländern. Was geschehen ist, ist ernst.»
Der Fall scheint komplex, denn: Europäisches Recht regelt, wie bei Behandlungen von Ausländern vorzugehen ist. Gegenüber Blick erklärte das Spital Sitten: «Alle Rechnungen im Zusammenhang mit dem Vorfall in Crans-Montana wurden für europäische Patienten an die gemeinsame KVG-Einrichtung übermittelt, gemäss den bilateralen Abkommen», heisst es in der Erklärung. Die privatrechtliche Stiftung mit Sitz in Olten SO ist für die internationale Koordination von Krankenversicherungen zuständig. Die KVG-Einrichtung schickt die Dokumente wiederum an ihr Pendant im jeweiligen Herkunftsland. Anschliessend wird die Kostenübernahme geregelt. Das Bundesamt für Sozialversicherungen bestätigte dieses Vorgehen auf Anfrage.
Bereits nach der Freilassung von Jacques Moretti aus der Untersuchungshaft hat es Kritik aus Italien gehagelt. Daraufhin wurde der Botschafter nach Rom zurückbeordert.
Schweizer Krankenkasse fordert Geld – Meloni schiesst dagegen
Von Sandra Marschner, Redaktorin am Newsdesk
Wegen versendeter Spitalrechnungen an italienische Brandopfer hatte sich die italienische Ministerpräsidentin Georgia Meloni in dieser Woche bereits mit scharfer Kritik geäussert (siehe Ticker-Eintrag vom 21.04.2026, 13:00 Uhr). Nun schiesst sie erneut gegen die Schweizer Behörden. Grund dafür: Die Schweizer Krankenkasse will Italien nun auffordern, 100'000 Franken für medizinische Kosten zu erstatten, die dem Spital in Sitten VS für den kurzen Spitalaufenthalt eben dieser drei jungen Brandopfer aus Italien entstanden sind, berichtet der «Corriere della Sera».
Diese Forderung sei demnach ein Ergebnis des Treffens zwischen dem italienischen Botschafter in Bern, Gian Lorenzo Cornado, und dem Präsidenten des Kantons Wallis, Mathias Reynard am Freitag. Reynard erklärte demnach, dass er keine regulatorischen Möglichkeiten habe, die Kosten zu decken. Der Schweizer Botschafter in Italien, Roberto Balzaretti, hatte das Versenden der Spitalrechnungen zunächst als «Missverständnis» bezeichnet.
Der italienische Botschafter stellte jedoch direkt klar, dass Italien nicht zahlen will: «Unser Land», so Cornado, «ist seit Wochen für die Betreuung zweier Schweizer Staatsbürger im Niguarda-Krankenhaus in Mailand verantwortlich, und die Zivilschutzbehörde des Aostatals beteiligte sich in den ersten Stunden der Tragödie mit einem eigenen Helikopter an der Rettungsaktion: Es gibt ein Prinzip der Gegenseitigkeit, das respektiert werden muss.»
Auch Meloni reagierte umgehend auf der Plattform X. Die italienische Ministerpräsidentin schrieb: «Aus Presseberichten habe ich erfahren, dass die Schweizer Behörden beabsichtigen, von Italien die Übernahme der exorbitanten Behandlungskosten zu verlangen, die dem Spital in Sion für die – wenn auch nur wenige Stunden dauernden – Krankenhausaufenthalte einiger junger Menschen entstanden sein sollen, die bei dem Brand in Crans-Montana verletzt wurden.»
Daraus zieht sie eine Konsequenz: «Sollte diese unwürdige Forderung formell gestellt werden, kündige ich bereits jetzt an, dass Italien sie an den Absender zurückschicken und nicht weiter berücksichtigen wird. Ich vertraue auf das Verantwortungsbewusstsein der Schweizer Behörden und hoffe, dass sich diese Nachricht als völlig unbegründet erweist.»
Elsa (15) hat Intensivstation verlassen
Von Sandra Marschner, Redaktorin am Newsdesk
Der Genesungsweg für die Opfer der Brandkatastrophe ist lang. Auch die 15-jährige Elsa R. aus dem italienischen Biella kämpft sich ins Leben zurück. Nun wurde die Teenagerin nach 58 Tagen aus der Intensivstation eines Turiner Spitals entlassen, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtet.
Für einige Wochen wird Elsa nun im nahegelegene Regina Margherita Kinderkrankenhaus in Turin behandelt, bevor sie wieder nach Hause zurückkehren kann. Dies gaben die Eltern und die Ärzte des Turiner Verbrennungszentrums am Freitagmorgen auf einer Pressekonferenz bekannt.
Am 26. Februar war Elsa mit dem Helikopter von Zürich aus eingetroffen. In einem Zürcher Spital hatte die 15-Jährige zeitweise im künstlichen Koma gelegen.
Kein Abschlusszeugnis ohne Prüfungen für Waadtländer Brandopfer
Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newdesk
Nach den schweren Verbrennungen und dem wahrscheinlich lebenslangen Trauma folgt nun der nächste Schlag für viele Brandopfer von Crans-Montana. Im Kanton Waadt stehen viele der verletzten jungen Menschen kurz vor dem Schulabschluss, entweder am Gymnasium oder in der Berufsausbildung. Die wichtigen Abschlussprüfungen würden im Juni stattfinden.
Während einige der Brandopfer in den letzten Tagen und Wochen wieder am Unterricht teilnehmen konnten, müssen andere aufgrund ihrer schweren Verletzungen noch auf eine Rückkehr ins Klassenzimmer verzichten. Jetzt hat der Kanton Waadt mitgeteilt, dass die Brandopfer ihr Abschlusszeugnis nicht erhalten werden, wenn sie die Abschlussprüfungen nicht ablegen können. Das berichtet «Le Temps»
Der Leiter des kantonalen Bildungsdepartements, Frédéric Borloz, wandte sich am Freitag in einem Brief an die betroffenen Familien. Darin stand, dass trotz «zahlreicher Gespräche mit den verschiedenen föderalen und interkantonalen Stellen», die für die Anerkennung von Diplomen zuständig sind, der gesetzliche Rahmen «nicht angepasst werden kann und nichts uns erlaubt, davon abzuweichen».
Der Kanton Waadt verzeichnet mit 21 verletzten Schülern die höchste Zahl von Schulkindern in der Schweiz, die von der Brandkatastrophe betroffen sind. Viele von ihnen sind laut «Le Temps» enttäuscht vom Entscheid. Der Kanton Waadt wolle die betroffenen Brandopfer trotzdem auf ihrem weiteren Bildungsweg unterstützen, etwa mit individueller Nachhilfe oder Semesterverschiebungen.
Fast 2000 Menschen an Benefizkonzert in Lausanne
Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk
Die Anteilnahme am Schicksal der Opfer von Crans-Montana ist auch Monate nach der Brandkatastrophe noch zu spüren. Fast 2000 Menschen versammelten sich am Mittwochabend an einem Benefizkonzert in Lausanne. Die Veranstaltung sollte den Familien und Überlebenden der Tragödie Trost spenden.
Unter den Künstlerinnen und Künstlern, die an diesem Abend auftraten, befand sich auch Gjon Muharremaj, besser bekannt als Gjon’s Tears. Er vertrat die Schweiz mit dem Beitrag «Tout l’univers» beim Eurovision Song Contest 2021 und erreichte den 3. Platz. «Die Auswirkungen von Crans-Montana haben alle Menschen in der Schweiz, ob nah oder fern, berührt. Und nicht nur in der Schweiz, sondern auch in Frankreich und Italien», sagte der junge Sänger am Konzert laut «Sudinfo».
Die Veranstaltung fand in der fast voll besetzten Salle Métropole in Lausanne statt. Die Einnahmen aus dem Ticketverkauf ab 90 Schweizer Franken gingen an Swisshearts, einen von Angehörigen der Katastrophenopfer gegründeten Verein. Unter den Zuschauern befanden sich neben Opfern und Angehörigen der Verstorbenen auch zahlreiche Besucher.
Auch die Mutter von Trystan Pidoux (†17) war als Besucherin am Konzert. «Ich möchte auf keinen Fall, dass die Kinder vergessen werden, das ist meine grösste Angst. Ich finde das heutige Konzert grossartig, weil es insbesondere den Brandopfern, den noch lebenden Kindern, die diese Unterstützung brauchen, helfen wird», sagte sie zur Veranstaltung.
Krankenakte von Brandopfer steckt am Zoll fest
Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk
Nach dem Irrtum rund um die versehentlich verschickten Spitalrechnungen sorgen die Schweizer Behörden bei den Familien der italienischen Brandopfer erneut für Aufsehen. Diesmal geht es um eine Krankenakte.
Ein Vater eines Brandopfers schildert der italienischen Zeitung «La Repubblica», er habe die Krankenakte seines verletzten Sohnes bereits mehrere Male beim Spital in Sitten VS angefordert. Erhalten habe er sie jedoch nie. Auch eine Antwort des Spitals sei bis vor kurzem ausgeblieben.
Erst nach dem Rechnungsskandal der letzten Tage, von dem auch die besagte Familie betroffen war, habe das Spital dem Vater zum ersten Mal eine Antwort auf seine Anfrage geschickt. «Sie versicherten mir, die Krankenakte sei bereits vor einem Monat verschickt worden.» Das Dokument würde allerdings am Schweizer Zoll feststecken.
«Man weiss nicht, warum. Es sind Umschläge mit medizinischen Unterlagen.»
Die Krankenakte elektronisch zu erhalten, sei nicht möglich, so der irritierte Vater. «Das Spital sagte mir, sie würden eine neue Sendung veranlassen.»
Es ist bereits der zweite Aufreger in Italien rund um das Spital Sitten. In den vergangenen Tagen hatten mehrere Rechnungen der Klinik Schlagzeilen gemacht. Das Spital hatte die Dokumente fälschlicherweise an mehrere Familien von Brandopfern in Italien versendet.
Eine Familie sollte knapp 70'000 Franken für einen 15-stündigen Spitalaufenthalt zahlen. Schnell stellte sich jedoch heraus, dass es sich bei den Rechnungen um ein Missverständnis handelt, da der Kanton Wallis für die Behandlungskosten der Verletzten aufkommen wird.
Opferanwältin: «Für uns war das ein Schock»
Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk
Im Fall des tödlichen Brandes in Crans-Montana steht nicht nur das Geschehen in der Brandnacht selbst im Fokus der Ermittlungen, sondern zunehmend auch die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Justiz. Zwar betont die Gemeinde offiziell, man kooperiere vollständig mit den Ermittlungsbehörden – doch die Aktenlieferung verläuft offenbar chaotisch und unübersichtlich, wie ein Bericht von «24 heures» nahelegt.
Die am 1. Januar 2026 von der Staatsanwaltschaft angeforderten Unterlagen zum Feuer in der Bar Le Constellation wurden nicht in einem Schritt übergeben, sondern sind erst nach mehreren Anläufen vollständig bei der Staatsanwaltschaft eingetroffen, schreibt die Zeitung. Zwei Tage nach der Katastrophe wurde zunächst eine erste Tranche an Dokumenten zur Inferno-Bar an die Polizei übergeben – weitere Unterlagen folgten noch am selben Tag per E-Mail. Doch die Lieferung blieb unvollständig. Laut Gemeindepräsident Féraud kam es zur Verzögerung, weil die unterschiedlichen Abteilungen der Gemeinde auf verschiedene Ortsteile verteilt sind.
Erst am 5. Januar tauchen zusätzliche Unterlagen auf – sie wurden beim ehemaligen Sicherheitsverantwortlichen der früheren Gemeinde Chermignon entdeckt. Laut Gemeindepräsident hätten diese eigentlich in der Verwaltung liegen müssen. Die Dokumente wurden im Anschluss der Polizei übergeben.
Es bleibt jedoch nicht bei diesen Nachträgen: Am 9. März übermittelt der Anwalt der Gemeinde weitere Akten an die Staatsanwaltschaft. Sie waren zuvor auf einem Computer entdeckt worden, nachdem sie offenbar falsch abgelegt worden waren – teils unter einem falschen Namen. Aus diesen Unterlagen geht offenbar hervor, dass Jessica Moretti aufgefordert worden war, den Raucherraum in der Bar den Vorschriften anzupassen, ohne dass dies jedoch kontrolliert wurde. «Zu sagen, dass wir verärgert waren, ist eine Untertreibung. Wir haben eine Disziplinarverhandlung abgehalten und ihm einen Verweis erteilt», soll Féraud vor der Staatsanwaltschaft gesagt haben.
Die chaotische Dokumentenübergabe hat die Opferanwälte bestürzt. «Für uns war das ein Schock», sagt die Vertreterin der Familie von Kellnerin Cyane Panine (†24) gegenüber «24 heures».
Der Anwalt der Gemeinde äusserte sich auf Anfrage von «24 heures» nicht zu dem Sachverhalt.
«Solche Menschen ändern sich nie»
Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk
Sie hatte ihr Leben noch vor sich und wäre am Samstag 25 Jahre alt geworden. Kellnerin Cyane Panine (†24) wurde durch die Brandkatastrophe von Crans-Montana mitten aus dem Leben gerissen. Für ihre Eltern und Schwester ist seit diesem Tag nichts mehr wie vorher.
Nun hat sich Cyanes Mutter Astrid Panine im Interview mit dem Sender RTL erneut zum unfassbaren Verlust ihrer Tochter geäussert und glaubt, dass Cyane «unter der Kontrolle» des Betreiberpaars Moretti gestanden habe. «Sie ging zweimal von dort und kam zweimal zurück – also stand sie unter ihrem Einfluss. Sie liessen sie alle möglichen Dinge glauben und waren sehr nett zu ihr, aber ihr Verhalten zeugte von keinerlei Respekt», so die Mutter.
Mittlerweile ermittelt die Walliser Staatsanwaltschaft gegen 13 Personen. Gegen die Morettis wurde unter anderem wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung eine Strafuntersuchung eingeleitet. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Die Französin hofft, dass das Betreiberpaar «seine gerechte Strafe» bekommt. «Ich würde mir wünschen, dass sie ihre Verantwortung anerkennen und sagen: ‹Ja, wir sind verantwortlich, wir haben das getan.› Dass sie klar sagen: ‹Wir akzeptieren die Strafe, die uns zuteilwerden muss.›» Aus Sicht der Mutter bräuchte es dafür jedoch ein Wunder. Denn: «Solche Menschen ändern sich nie.»
Bereits in den ersten Tagen nach der Katastrophe gab die Beziehung zwischen den Morettis und Cyane zu reden. Die Aussagen zu diesem Verhältnis unterscheiden sich stark.
Die Morettis beschreiben das Verhältnis zu der jungen Frau als sehr eng und vertraut. Jessica Moretti gab während einer Befragung an, die 24-Jährige sei für sie wie eine «kleine Schwester» gewesen. Zudem soll die 24-Jährige auch privat viel mit den Morettis unternommen und mit der Familie den Weihnachtsabend verbracht haben. Als das Feuer im Le Constellation ausbrach, versuchte Betreiber Jacques Moretti – gemeinsam mit seinem Ziehsohn Jean-Marc G.* – Cyane Panine zu reanimieren.
Hier erfährst du, wie Cyanes Eltern auf die Ausführungen der Morettis reagiert haben.
* Name bekannt
Laurent Kurth wird Präsident des runden Tischs
Von Céline Zahno, Redaktorin Politik
Der ehemalige Neuenburger Regierungsrat Laurent Kurth wird den runden Tisch zur Bewältigung der Brandkatastrophe von Crans-Montana leiten, wie der Bundesrat mitteilt. Kurth wird seine Arbeit sofort aufnehmen.
Als Präsident des runden Tischs soll Kurth die Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana, ihre Angehörigen, die betroffenen Versicherungen, potenziell leistungspflichtigen Personen sowie die zuständigen Behörden zusammenbringen. Dies mit dem Ziel, den Dialog zu vereinfachen und die Betroffenen bei der Erarbeitung von aussergerichtlichen Vergleichslösungen zu unterstützen. Über die finanzielle Beteiligung des Bundes am runden Tisch berät derzeit das Parlament.