«Habe mich losgestrampelt!»
Aggro-Wels beisst Simon Lüdi (62) beim Aare-Schwumm in den Fuss

Ein erfrischendes Bad in der Aare endet für Simon Lüdi (62) am Sonntag mit einem Schock: Ein 1,5 Meter langer Wels beisst ihm kräftig in den Fuss. Die Wunde muss ärztlich versorgt werden. Auch drei Tage später hat der CEO einer Softwarefirma noch Schmerzen.
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Simon Lüdi (62) wurde in Solothurn von einem Wels gebissen.
Foto: zVg

Darum gehts

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  • Simon Lüdi (62) wurde beim Aareschwimmen in Solothurn von einem Wels gebissen
  • Der 1,5 Meter lange Fisch hatte ein Drittel seines Fusses im Maul
  • Welse greifen selten Menschen an, ein Vorfall ereignete sich 2025 in Bayern
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Patrik BergerRedaktor Wirtschaft

Simon Lüdi (62) ist CEO einer Software-Firma – und leidenschaftlicher Aare-Schwimmer. Auch am Sonntag hat er seine Badesachen gepackt und ist rund 200 Meter unterhalb der Rötibrücke in Solothurn ins Wasser gestiegen. Wie er dies seit Jahren immer wieder macht. «Im Sommer gehe ich jeden Tag baden. Passiert ist noch nie etwas», sagt er zu Blick.

Doch diesmal ist alles anders. Denn Lüdi spürt plötzlich einen stechenden Schmerz im linken Fuss. Er erschrickt. «Da hat mich etwas gepackt!», merkt er sofort. «Ich bin erschrocken. Und habe versucht, mich loszustrampeln», erzählt er. Dann taucht er ab ins trübe Wasser, will nachschauen, was da los ist. «Da blicke ich einem Wels ins Auge!» Auch der 1,5 Meter lange Fisch erschrickt. Und verschwindet im Dunkeln.

«Hatte ein Drittel meines Fusses im Maul»

Erst an Land wird Lüdi bewusst, was da grad passiert ist. «Der Wels hatte sicher ein Drittel meines Fusses im Maul», erzählt Lüdi. Schnell packt er seine Sachen zusammen und geht zum Arzt. Weil er aber eine frische Tetanus-Impfung hat, desinfiziert und versorgt der die blutende Wunde nur.

Der Schreck ist mittlerweile verschwunden. Lüdi lacht, wenn er von der verhängnisvollen Begegnung mit dem bissigen Aare-Wels erzählt. Schmerzen hat er aber immer noch. «Auch heute, drei Tage später tut es mir noch immer weh», sagt Lüdi. Den erfrischenden Aare-Schwumm wird er sich aber auch künftig nicht nehmen lassen. «Die ersten paar mal werde ich aber sicher ein mulmiges Gefühl haben.»

Polizei musste Aggro-Wels erschiessen

Dass Welse Menschen angreifen, ist sehr selten. Im vergangenen Sommer sorgte ein Wels in Bayern für fette Schlagzeilen. Er verletzte mindestens fünf Badegäste im Brombachsee. Der zwei Meter lange und 90 Kilo schwere Fisch wurde von der Polizei erschossen, nachdem er wiederholt Schwimmer an einer Schwimminsel gebissen hatte.

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