In der Nacht vom 12. März 2025 wurde der Tod einer 55-jährigen Frau in Obermumpf im Kanton Aargau festgestellt. Der heute 61-jährige Ehemann wurde damals verhaftet.
Wie die Kantonspolizei Aargau am 26. Mai 2026 in einer Mitteilung schreibt, hat die Staatsanwaltschaft ihre Untersuchungen im Zusammenhang mit dem Tötungesdelikt abgeschlossen und Anklage gegen den 61-Jährigen erhoben. Dem Beschuldigten werden vorsätzliche Tötung, Drohung, Beschimpfung, Tätlichkeiten sowie mehrfaches unbefugtes Aufnehmen von Gesprächen vorgeworfen.
Unter Wasser gedrückt und getötet
Gemäss Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft befand sich das Paar zum Zeitpunkt der Tat in einer Trennungsphase. Einige Wochen zuvor kam es bereits schon ein Mal zu einem Polizeieinsatz. Der Ehemann wurde von der Polizei weggewiesen. Zum Zeitpunkt des Todes war diese Massnahme jedoch abgelaufen.
Gestützt auf die Untersuchungsergebnisse der Rechtsmedizin geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass der Beschuldigte seine Ehefrau wissentlich und willentlich gewaltsam unter Wasser drückte und somit tödlich verletzte. Die Staatsanwaltschaft beantragt eine Freiheitsstrafe von 16 Jahren. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung für den Beschuldigten.
Rückblick zum 12. März
In der besagten Nacht rief der nun angeklate Ehemann des Opfers bei Nachbarn um Hilfe für seine Frau. Diese lag regungslos im Badezimmer der gemeinsamen Wohnung. Kurz darauf wurde der Notruf verständigt und mit einer Laienreanimation begonnen.
Die ausgerückten Rettungskräfte setzten nach ihrem Eintreffen die Reanimationsmassnahmen fort, konnten die Frau aber nicht mehr retten. Aufgrund der vorgefundenen Situation ordneten die Strafverfolgungsbehörden detaillierte Untersuchungen am Ereignisort sowie rechtsmedizinische Abklärungen bei der Verstorbenen an.
Bereits erste Ergebnisse der Ermittlungen deuteten darauf hin, dass ein dringender Verdacht auf ein Delikt bestand. Der damals 60-jährige Mann wurde festgenommen.