Millionen abgezweigt
SBB-Manager kaufte Lamborghini und ein Haus in Florida

Ein ehemaliger SBB-Kadermann aus Olten soll zwischen 2007 und 2024 fast 9 Millionen Franken ergaunert haben. Laut Staatsanwaltschaft kaufte er damit unter anderem Immobilien und Luxusautos.
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Der ehemalige SBB-Manager Ueli T.* sprach im Januar mit Blick.
Foto: Ralph Donghi

Darum gehts

  • Ein Ex-SBB-Manager soll zwischen 2007 und 2024 fast 9 Millionen Franken ergaunert haben
  • Mit dem Geld kaufte er ein Grundstück in Solothurn, ein Haus in Florida und Luxusautos für Millionen
  • Die Bundesanwaltschaft wirft ihm Betrug, Urkundenfälschung und Geldwäscherei vor, er ist geständig
Gabriel Knupfer
Gabriel KnupferRedaktor News

Der ehemalige SBB-Manager Ueli T.* (54) soll sich zwischen 2007 und 2024 fast 9 Millionen Franken ertrogen haben. Nun zeigt die Anklageschrift, wofür der Kadermann des Werks in Olten das veruntreute Geld ausgab.

Wie das Portal Schweiz heute von CH Media berichtet, kaufte sich T. unter anderem für 450'000 Franken ein Grundstück im Kanton Solothurn und für weitere 435'000 Franken ein Haus in Florida.

Lamborghini, Porsche, BMW

Viel Geld steckte der ehemalige SBB-Mann zudem in Luxusfahrzeuge. Spektakulärster Kauf: Ein Lamborghini Gallardo LP570-4 Blancpain für 400'000 Franken. Der Supersportler ist auf zwölf Exemplare limitiert.

Insgesamt baute sich T. eine Sammlung von dreizehn Fahrzeugen auf. Dazu gehörten zwei Porsches, zwei BMWs und eine Harley-Davidson. Seiner damaligen Frau schenkte er einen Mini Cooper Cabrio.

Falsche Rechnungen gestellt

T. soll sich das Geld für die Käufe durch ungetreue Amtsführung beschafft haben. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm Betrug, Urkundenfälschung, Geldwäscherei und Widerhandlung gegen das Waffengesetz vor.

Seine Masche: Zusammen mit weiteren Personen und Firmen soll er für die Begleichung von Rechnungen gesorgt haben, für die nie eine Leistung erbracht wurde.

«Es tut mir sehr leid»

Im Januar 2026 sprach er mit Blick über seine Taten. «Ja, ich bin geständig», gab T. zu. Und: «Es ist eine schlimme Sache. Es tut mir sehr leid. Wenn ich könnte, würde ich alles rückgängig machen. Aber leider, leider geht das nicht.»

Ein Teil der Taten ist bereits verjährt. Betrug ist in der Schweiz nur 15 Jahre lang strafrechtlich verfolgbar. Dennoch könnte noch eine längere Gefängnisstrafe auf T. zukommen.

*Name bekannt

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