Mehrere Fälle im Kanton Schwyz
Jugendliche würgen sich gegenseitig – Polizei warnt

Die Kantonspolizei Schwyz warnt vor sogenannten «Choking Challenges», «Blackout Challenges» oder Würgespielen, die unter Kindern und Jugendlichen kursieren können. Im Kanton Schwyz sind mehrere Vorfälle bekannt.
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Die Kantonspolizei Schwyz warnt vor der gefährlichen «Choking Challenge» in den sozialen Medien. (Symbolbild)
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Die Kantonspolizei Schwyz warnt vor der gefährlichen «Choking Challenge»
  • Bewusstlosigkeit und schwerwiegende Verletzungen durch Würgen möglich, sogar tödlich
  • Aktuell mehrere Vorfälle im Kanton Schwyz, Ermittlungen laufen durch Staatsanwaltschaft
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Sandra MarschnerRedaktorin News-Desk

In den sozialen Medien gibt es immer wieder Trends oder virale «Challenges». Während manche absurde Tänze umfassen, können andere «Mutproben» lebensbedrohlich werden. So etwa auch die sogenannte «Choking Challenge», vor der die Kantonspolizei Schwyz nun warnt. Im Kanton Schwyz seien mehrere Vorfälle im Rahmen dieser Challenge bekannt. 

Bei der sogenannten «Choking Challenge» wird die Sauerstoffversorgung des Gehirns durch Würgen oder Druck auf den Hals beeinträchtigt. Meist geht es darum, einen kurzen «Kick» oder eine Bewusstlosigkeit herbeizuführen. Was von Jugendlichen möglicherweise als Mutprobe oder Spass verstanden wird, kann jedoch innert kürzester Zeit zu einer lebensgefährlichen Situation führen, warnt die Polizei in einer Medienmitteilung.

Bleibende Schäden oder gar Tod drohen

Durch das Würgen können wichtige Blutgefässe und die Atemwege verletzt werden. Eine Bewusstlosigkeit kann dazu führen, dass das Gehirn nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Zusätzlich besteht die Gefahr, dass eine betroffene Person unkontrolliert stürzt und sich dabei schwer verletzt. Die Folgen können bleibende gesundheitliche Schäden oder im schlimmsten Fall der Tod sein.

Die Kantonspolizei Schwyz rät deshalb dringend: «Nicht mitmachen und andere nicht würgen – auch nicht zum Spass.» Die Polizei nimmt dabei auch Eltern und andere Bezugspersonen in die Verantwortung. Diese könnten dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche die Gefahren solcher Trends erkennen. 

So kannst du dein Kind über die Gefahren informieren

Die Kantonspolizei Schwyz empfiehlt hierzu:

• Sprechen Sie mit Ihrem Kind über gefährliche Challenges und Internettrends. Fragen Sie nach,

welche Trends aktuell in der Klasse oder im Freundeskreis kursieren.

• Machen Sie klar: Würgen ist kein Spiel. Auch wenn alle Beteiligten scheinbar einverstanden

sind, kann die Situation ausser Kontrolle geraten.

• Stärken Sie Ihr Kind darin, «Nein» zu sagen. Niemand muss bei einer Challenge mitmachen,

um dazuzugehören.

• Achten Sie auf Veränderungen. Verletzungen am Hals, ungewöhnliche Hämatome oder Aussa-

gen über Würgespiele sollten ernst genommen und angesprochen werden.

• Sprechen Sie auch darüber, was zu tun ist, wenn andere Jugendliche mitmachen. Weggehen,

Hilfe holen und eine erwachsene Vertrauensperson informieren, kann Leben retten.

• Bei einer akuten Gefahr gilt: sofort handeln und den Notruf 144 oder die Polizei über 117 alar-

mieren.

Die Kantonspolizei Schwyz betont: «Entscheidend ist, dass Kinder und Jugendliche lernen, gefährliche Inhalte zu erkennen und sich dem Gruppendruck zu widersetzen.» Die Polizei appelliert daher auch an die Teenager selbst: «Lasst euch nicht zu gefährlichen Mutproben überreden. Sagt nein und schaut hin, wenn andere gefährdet werden, und holt Hilfe.»

Die laufenden strafrechtlichen Abklärungen werden durch die 5. Abteilung der Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz (Jugendstrafsachen) geführt.

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