Darum gehts
- Über Pfingsten flog die Rega über 130 Rettungseinsätze in der Schweiz
- Rekord: Am Sonntag gab es 50 Einsätze, teils lebensbedrohlich
- Fast 50 Prozent der Flüge wegen schwerer Erkrankungen wie Herzinfarkten
Die Schweizer Sonne lockte am verlängerten Wochenende Zehntausende ins Freie – und brachte die Retter aus der Luft ins Schwitzen.
Die Einsatzzentrale der Rega erlebte absolute Rekordtage: Mehr als 130 Mal mussten die roten Helikopter über Pfingsten zu Notfällen abheben. Allein am intensivsten Sonntag gab es in der Schweiz 50 Einsätze.
Vom Baum gestürzt, in der Wand blockiert
Besonders dramatisch lief es bei den Ausflüglern. Am Albis ZH kletterte ein Jugendlicher auf einen Baum, verlor den Halt und krachte mehrere Meter in die Tiefe.
Beim Aussichtsberg Les Pléiades VD stürzte eine Wanderin so schwer, dass der Heli nicht einmal landen konnte. Die Crew musste die verletzte Frau mitten im Steilhang mit der Rettungswinde ausfliegen.
Herzinfarkt im Grünen
Oft flogen die Retter auch los, bevor Schlimmeres passierte. Etwa dann, wenn Wanderer sich verstiegen hatten, im extremen Gelände blockiert waren oder vom Wetter überrascht wurden. Für solche brenzligen Bergungen holte sich die Rega Unterstützung von den Bergrettern der Alpinen Rettung Schweiz.
Doch nicht immer war ein Sturz der Grund für den Alarm: Fast die Hälfte aller Flüge galt schwer erkrankten Menschen im Grünen. Die Crews holten Patienten nach einem plötzlichen Herzinfarkt oder mit Verdacht auf einen Schlaganfall aus der Luft ab, um wertvolle Minuten im Kampf um Leben und Tod zu sparen.