Mann (64) erheblich verletzt
Kuhherde greift Wanderer am Flumserberg an

Ein 64-jähriger Wanderer wurde am Mittwochnachmittag am Flumserberg von einer Mutterkuhherde angegriffen und erheblich verletzt. Seine Kinder konnten fliehen. Der Mann wurde per Rega ins Spital geflogen.
Ein 64-jähriger Wanderer wurde am Mittwochnachmittag am Flumserberg von einer Mutterkuhherde angegriffen und erheblich verletzt. (Symbolbild)
Foto: KEYSTONE

Darum gehts

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  • Mann (64) am Flumserberg von Kuhherde verletzt, ins Spital geflogen
  • Kinder flüchteten in den Wald, Vater schwer verletzt auf Wanderweg
  • Wanderweg jetzt umzäunt, Angriff am 6. August 2026 um 16.30 Uhr
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Mattia JutzelerRedaktor News

Kuh-Angriff im Gebiet Tannenbodenalp am Flumserberg. Kurz nach 16.30 Uhr am Mittwochnachmittag erhielt die Notruf- und Einsatzleitzentrale St. Gallen die Meldung, dass ein 64-jähriger Mann von einer Mutterkuhherde angegriffen und dabei verletzt worden sei. Das teilte die Kantonspolizei St. Gallen mit.

Der Mann habe angegeben, dass er mit seinen beiden Kindern auf einem Wanderweg unterwegs gewesen sei, als sie unvermittelt von der Kuhherde attackiert worden seien. Die beiden Kinder sollen sich in einen nahegelegenen Wald begeben haben. Der Vater sei von den Kühen erheblich verletzt worden. Nach der Erstversorgung wurde er von der Rega zum Spital geflogen. Der Wanderweg wurde in der Zwischenzeit umzäunt.

Kühe von der Weide genommen

Am Freitag kommen neue Details zum Fall ans Licht. So wurden dem Vater bei dem Kuh-Angriff wohl mehrere Rippen gebrochen. Warum die Kühe so aggressiv reagierten, ist jedoch weiterhin nicht klar. Es deute bislang nichts auf ein Fehlverhalten der Wandernden hin, berichten die Tamedia-Zeitungen.

Die betroffenen Tiere hätten sich vor dem Angriff nie auffällig verhalten, so Hans Bartholet, der Gemeindepräsident von Flums. Der zuständige Bauer musste die betroffenen Kühe nach dem Vorfall von der Weide nehmen und ins Tal zurückbringen. «Er hatte keine Freude, den Tieren geht es bei dieser Hitze viel besser auf der Alp als im heissen Stall im Tal», sagte Bartholet.

Verhaltensregeln für Mutterkuhherden

Bei einer Mutterkuhherde leben Stiere, Kühe und Kälber auf derselben Weide. Das entspricht der Natur der Tiere. Für Menschen, die das Hoheitsgebiet der Herde durchqueren wollen, kann es aber schnell gefährlich werden. Der Kanton Graubünden, wo es genauso wie in St. Gallen solche Mutterkuhherden gibt, hat deswegen einen Ratgeber für korrektes Verhalten gegenüber solchen Herden entwickelt.

Wichtig sei es vor allem, Distanz zu den Tieren zu halten und nie mit Armen oder Wanderstöcken herumzufuchteln. Das Verursachen von Lärm sollte ebenfalls vermieden werden und Hunde sind stets an der Leine zu führen. Auch sollte den Tieren nie der Rücken zugekehrt werden.

Mutterkühe und die Herde werten oben genanntes Verhalten als Bedrohung für den Nachwuchs. Drohgebärden der Kühe müssen deshalb unbedingt ernst genommen werden. Ein Senken des Kopfs, Scharren und Brüllen sind klare Alarmsignale. Sollte es so weit kommen, ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und die Weide langsam zu verlassen.

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