Darum gehts
- Mann (64) am Flumserberg von Kuhherde verletzt, ins Spital geflogen
- Kinder flüchteten in den Wald, Vater schwer verletzt auf Wanderweg
- Wanderweg jetzt umzäunt, Angriff am 6. August 2026 um 16:30 Uhr
Kuh-Angriff im Gebiet Tannenbodenalp am Flumserberg. Kurz nach 16:30 Uhr am Mittwochnachmittag erhielt die Notruf- und Einsatzleitzentrale St. Gallen die Meldung, dass ein 64-jähriger Mann von einer Mutterkuhherde angegriffen und dabei verletzt worden sei.
Der Mann gab an, dass er mit seinen beiden Kindern auf einem Wanderweg unterwegs war, als sie unvermittelt von der Kuhherde attackiert wurden. Die beiden Kinder begaben sich in einen nahegelegenen Wald. Der Vater wurde von den Kühen erheblich verletzt und nach der Erstversorgung durch die Rega ins Spital geflogen. Der Wanderweg wurde in der Zwischenzeit umzäunt.
Verhaltensregeln für Mutterkuhherden
Bei einer Mutterkuhherde leben Stiere, Kühe und Kälber auf derselben Weide. Das entspricht der Natur der Tiere. Für Menschen, die das Hoheitsgebiet der Herde durchqueren wollen, kann es aber schnell gefährlich werden. Der Kanton Graubünden, wo es genauso wie in St. Gallen solche Mutterkuhherden gibt, hat deswegen einen Ratgeber für korrektes Verhalten gegenüber solchen Herden entwickelt.
Wichtig sei es vor allem, Distanz zu den Tieren zu halten und nie mit Armen oder Wanderstöcken herumzufuchteln. Das Verursachen von Lärm sollte ebenfalls vermieden werden und Hunde sind stets an der Leine zu führen. Auch sollte den Tieren nie der Rücken zugekehrt werden.
Mutterkühe und die Herde werten oben genanntes Verhalten als Bedrohung für den Nachwuchs. Drohgebärden der Kühe müssen deshalb unbedingt ernst genommen werden. Ein Senken des Kopfs, Scharren und Brüllen sind klare Alarmsignale. Sollte es so weit kommen, ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und die Weide langsam zu verlassen.