Darum gehts
- Kräftiges Tief bringt ungemütliches Wetter mit Sturm und Regen
- Kaltfront führt zu deutlichem Temperatursturz und möglichem Schneefall
- Windspitzen von 80-90 km/h im Flachland, 120-150 km/h in höheren Lagen
Jetzt wirds Zeit, alle losen Gegenstände zu sichern und auf Herbst-Wettermodus umzuschalten. Das ruhige Hochdruckwetter hat ausgedient – es wird ungemütlich. Jetzt ist Sturmtief Benjamin im Anmarsch.
Ein Blick auf den Regenradar zeigt zudem: Es bleibt nass. Am Donnerstag entwickelt sich dann über England und dem Ärmelkanal ein kräftiges Tief, das sich Richtung Norddeutschland zieht. Die Schweiz liegt dabei genau im Randbereich des Windfelds. Im Deutschschweizer Flachland wird der stärkste Westwind am Donnerstag zwischen 12 und 16 Uhr, im Nordosten bis etwa 17 Uhr erwartet. Meteo Schweiz rechnet mit einer aktiven Kaltfront, die kräftige Böen und Regen ins Land bringt.
Bereits am Vormittag bläst es in manchen Regionen ordentlich, wie ein Ranking auf Meteo News zeigt. In St. Chrischona BS wurden Windgeschwindigkeiten von 142 km/h gemessen. Gefolgt von La Dôle JU mit 122 und Chasseral JU mit 117 km/h.
Meteo Schweiz warnt auf seiner Gefahrenkarte in mehreren Kantonen vor stürmischem Wind der Stufe 3. Ab Donnerstagmorgen herrscht in folgenden Regionen Gefahrenstufe Orange (Erhebliche Gefahr)
- Neuenburger Jura
- Freiberge
- Vallée de Joux Saint Croix
- La Dole Mont Tendre VD
- Alpstein
- Kanton Zürich
- Grosse Teile der Ostschweiz
- Nordwestschweiz
- Grosse Teile der Romandie
- Kanton Bern
- Kanton Aargau
- Kanton Solothurn
- Teile des Wallis
Durch den Wind können Äste heruntergerissen werden oder gar ganze Bäume umstürzen. Deshalb sollen exponierte Orte gemieden und Outdoor-Aktivitäten nach innen verlagert werden.
In folgenden Gebieten warnt der Bund vor starkem Wind (mässige Gefahr):
- Teile des Kanton Waadt
- Kanton Uri
- Muotatal
- Kanton Glarus
- Rheintal
- Sarganserland
Balkonmöbel sichern
Balkonmöbel sollten auf jeden Fall gesichert und Blumentöpfe in Sicherheit gebracht werden.
Im Flachland sind Windspitzen von 80 bis 90 km/h zu erwarten, in höheren Lagen steigert sich der Sturm sogar auf 120 bis 150 km/h. Hinter der Kaltfront sinken die Temperaturen deutlich, die Schneefallgrenze könnte zum Wochenende auf rund 1000 Meter absinken.
Generell wird es deutlich kühler, schubweise erreicht kältere Luft die Alpennordseite. «Im Laufe des Wochenendes reicht es wohl nur noch für einstellige Höchstwerte», schreibt Meteo News.