Das Bundesamt für Statistik (BFS) veröffentlicht am Montag die Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2023. Gleichzeitig nehmen viele Kantone die Gelegenheit wahr, über die Kriminalität auf ihrem Hoheitsgebiet im vergangenen Jahr zu informieren. Vor Jahresfrist hatte das BFS das erste Mal seit zehn Jahren einen Anstieg von Einbrüchen und Diebstählen verzeichnet.
Stark zugenommen hatten im Vorjahresvergleich die schweren Gewaltdelikte, etwa Vergewaltigungen und schwere Körperverletzungen. So viele Gewaltdelikte wie 2022 hatte es seit Einführung der Statistik 2009 noch nie gegeben. Die Ursachen für die Zunahme seien nur schwer zu analysieren, erklärte Adrian Gaugler, Kommunikationsbeauftragter der Konferenz der Kantonalen Polizeikommandantinnen und -kommandanten der Schweiz (KKPKS), dazu im Frühjahr 2023 auf Blick-Anfrage.
Das sagte die Kriminalitätsstatistik 2022 aus
Fast 550'000 Straftaten waren 2022 registriert worden. Die meisten entfielen auf kleinere Delikte wie Sachbeschädigung, Diebstähle und Einbrüche. Fast drei Viertel der Straftaten waren von männlichen Personen verübt worden. Die meisten Gewaltstraftaten wurden im Bezirk Basel-Stadt begangen. In Basel wurden 14,8 Gewaltstraftaten pro 100 Einwohner verübt. Den Spitzenplatz belegt die Stadt schon seit Jahren.
In der gesamten Schweiz wurden 2022 42 Tötungsdelikte registriert. Bei fünf Todesopfern handelte es sich um Kinder, die von einem Elternteil getötet wurden. Alle Tötungsdelikte konnten aufgeklärt werden. (nad/SDA)