Polzei spricht von «gravierenden Vorfällen» an Halloween
Teenies an Goldküste ausgeraubt – in Freiburg Busse zerstört

Mehrere Polizeien haben eine Bilanz aus der Halloween-Nacht gezogen. Die Polizei rückte vor allem wegen Eierwürfen, dem Abfeuern von Böllern, Sachbeschädigungen und Ruhestörungen aus.
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Diese verkleidete Junge blieb an Halloween brav – andere legten sich mit Polizei an.
Foto: Keystone
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Sandra MarschnerRedaktorin News-Desk

Im Kanton Thurgau vermeldete die Kantonspolizei Thurgau eine weitgehend ruhige Nacht. Die Halloween-Aktivitäten verliefen am Samstagabend und in der Nacht auf Sonntag aus Sicht der Polizei ohne grössere Zwischenfälle. Bis Sonntagmorgen gingen bei der Kantonspolizei Thurgau rund 15 Meldungen aus dem ganzen Kantonsgebiet ein.

Bei etwa der Hälfte der Fälle handelte es sich laut Polizei um Eierwürfe an Hausfassaden oder um andere Sachbeschädigungen. Weitere Meldungen betrafen Ruhestörungen. Die Einsatzkräfte der Kantonspolizei Thurgau kontrollierten am Abend und in der Nacht mehrere Jugendgruppen.

Auffallend viele Jugendliche mit Böllern

Auch die Kantonspolizei Aargau stellte keine grösseren Sachschäden fest. In der Halloween-Nacht musste die Polizei im Aargau mehr als 80 Mal ausrücken. Wegen Unfugs, Sachbeschädigungen und dem Abfeuern von Böllern standen Patrouillen im ganzen Kanton im Einsatz. Die Polizei zeigte dabei im ganzen Kantonsgebiet verstärkt Präsenz.

Im Verlauf des Abends und der Nacht kontrollierten die Einsatzkräfte zahlreiche Personen. Dabei stellten sie vorsorglich Eier und Feuerwerk sicher. Besonders auffallend sei in diesem Jahr gewesen, dass viele Jugendliche mit Böllern unterwegs waren.

Jugendliche mit Böllern und Schlagringen bedroht

Im Kanton Zürich hatten die Polizeien in der Halloween-Nacht alle Hände voll zu tun. Über 130 Einsätze, Angriffe beim Eishockeyderby in Kloten und Verhaftungen im Zürcher Kreis 4 hielten die Einsatzkräfte auf Trab. Mehr als 50 Meldungen betrafen das Ablassen von Böllern oder Feuerwerk. Dazu kamen rund 60 Interventionen wegen Unfugs sowie rund ein Dutzend Sachbeschädigungen und kleinere Brände. Auch einige tätliche Auseinandersetzungen wurden registriert.

In den Goldküsten-Gemeinden Küsnacht und Meilen kam es zu besonders gravierenden Vorfällen. Jugendliche wurden von Unbekannten mit Böllern, Schlagringen und Pfefferspray bedroht. Die Täter zwangen sie, ein Portemonnaie, eine Uhr und Jacken herauszugeben.

Verhaftungen im Zürcher Kreis 4

Auch in Kloten musste die Kantonspolizei am Samstagabend mit Ordnungsdienstkräften ausrücken. Am Rand eines Eishockeyderbys griffen laut Kantonspolizei nach dem Spiel Fanchaoten des ZSC Polizistinnen und Polizisten massiv mit Feuerwerk, Raketen und Böllern an. Ein Polizist wurde leicht verletzt. Die Polizei setzte Gummischrot ein.

In einem dritten grossen Einsatz unterstützte die Kantonspolizei in der Nacht auf Sonntag die Stadtpolizei Zürich im Kreis 4. Fahnder der Kantonspolizei verhafteten dort einen 19-jährigen und einen 21-jährigen Schweizer. Die beiden wurden laut Polizei auf einer Baustelle dabei ertappt, wie sie mutmasslich Wurfgegenstände sammelten, um diese später gegen die Polizei einzusetzen. Sie trugen Vermummungsmaterial und Waffen bei sich. Zudem wurden am Samstagabend 18 Wegweisungen ausgesprochen.

Auch die Stadtpolizei Zürich hatte alle Hände voll zu tun. Im gesamten Stadtgebiet rückte die Polizei zu rund 65 Einsätzen im Zusammenhang mit Halloween aus. Die meisten Meldungen betrafen Eierwürfe. Zudem wurden diverse Böller und Feuerwerkskörper abgebrannt. Auch Sachbeschädigungen wurden gemeldet. Im Kreis 6 wurde eine Scheibe an einer Tramhaltestelle beschädigt. Im Kreis 8 ging eine Meldung über einen gesprengten Briefkasten ein. Im Kreis 12 wurden zudem zwei Abfallcontainer in Brand gesetzt. Die Berufsfeuerwehr von Schutz & Rettung Zürich löschte die Brände.

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Beschädigte Busse in Freiburg

Die Kantonspolizei Freiburg rückte ebenfalls mehrfach aus. Gemeldet wurden Jugendliche, die Knallkörper, Eier und Steine warfen. In Avry-sur-Matran wurde ein TPF-Bus beschädigt, ein weiterer in Freiburg. Beide Fahrzeuge mussten für Reparaturen aus dem Verkehr gezogen werden. In der Stadt Freiburg rückte zudem die Feuerwehr aus. In den Quartieren Beaumont und Schoenberg standen Abfallcontainer in Flammen, wie die Kantonspolizei Freiburg mitteilt.

Im Zusammenhang mit den Jugendvorfällen gab es zunächst keine Festnahmen. Die Polizei will in den kommenden Tagen Anzeigen aufnehmen und Ermittlungen führen.

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