Emotionale Debatte in Zürich
Kantonsrat will Sterbehilfe in allen Alterszentren zulassen

Mit 108 zu 63 Stimmen stimmten die Zürcher Kantonsräte einem Gegenvorschlag zu einer Initiative zu. Künftig sollen alle Alterszentren und Spitäler Sterbehilfe in ihren Räumlichkeiten dulden.
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Mit 108 zu 63 Stimmen stimmten die Zürcher Kantonsräte einem Gegenvorschlag zu einer Initiative zu.
Foto: KEYSTONE/MICHAEL BUHOLZER

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Der Zürcher Kantonsrat unterstützt Sterbehilfe in Alterszentren und Spitälern ab Montag
  • Psychiatrien und Gefängnisse bleiben von der Duldungspflicht ausgeschlossen
  • 2022 wurde ein ähnlicher Vorschlag knapp im Kantonsrat abgelehnt
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Der Zürcher Kantonsrat hat sich am Montag für Sterbehilfe in allen Alterszentren und Spitälern ausgesprochen. Eine Pflicht zur Duldung von Sterbehilfe in Psychiatrien und Gefängnissen lehnte er ab. Definitiv über Initiative und Gegenvorschlag abstimmen wird der Kantonsrat an einer seiner nächsten Sitzungen.

2022 scheiterte ein ähnlicher Vorschlag knapp im Kantonsrat. Private Zentren blieben von der Duldungspflicht ausgenommen. Die Debatte verlief emotional. Politiker der christlichen Parteien EDU und EVP wehrten sich dagegen, dass auch religiös geprägte Altersheime assistierten Suizid dulden müssten. Befürworterinnen argumentierten, die Heime müssten respektieren, wenn Menschen ihr Leiden nicht mehr aushalten würden.

Ein Komitee lancierte die Initiative «Selbstbestimmung am Lebensende in Alters- und Pflegeheimen», nach der Abstimmung 2022. Diese würde auch Psychiatrien und Gefängnisse zur Duldung verpflichten. In der Debatte wurde klar, dass die Initiative zurückgezogen würde, sollte der Gegenvorschlag Gesetz werden.

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