Darum gehts
- Eine Kaltfront zieht am Freitag mit Böen und Gewittern über die Schweiz
- Hagel sorgt von Basel über Solothurn bis Winterthur für Zerstörung
- Eiskörner verletzten Dutzende Kinder – teils im Spital
Der Sommer legt am Freitag eine kurze Pause ein: Eine Kaltfront zieht über die Schweiz und hat kräftige Böen, Schauer und lokal heftige Gewitter im Gepäck.
Am Freitagmorgen ruft Meteo Schweiz für die Region rund um Basel die Gewitter-Gefahrenstufe 4 aus. Auch für die Gebiete rund um den Bieler- und Neuenburgersee sowie für Teile des Kantons Waadt werden heftige Unwetter erwartet.
«In der Nacht auf Freitag erreicht der Föhn seinen Höhepunkt. Mit möglichen Böenspitzen von 80 bis zu lokalen 100 km/h gibt es in den Föhntälern ordentlich Bewegung», erklärte Meteorologe Klaus Marquardt von Meteo News am Donnerstag. «Im Flachland startet der Freitag mit Temperaturen knapp unter 20 Grad und vor allem im Westen mit vielen Wolken. Der Wind frischt spürbar auf.» Laut Marquardt liegen Windgeschwindigkeiten von 50 bis 80 km/h drin.
Der «Spuk» ist am Wochenende vorbei
Doch die Kaltfront bringt nicht nur Wind, sondern auch Regen mit sich. «Wir erwarten kräftige Regengüsse und lokal auch Gewitter», so Marquardt. Zunächst dürfte die Region Basel sowie Jura und die Südostschweiz betroffen sein. Gegen Nachmittag entleeren sich die Gewitterzellen dann auch in der Region Zürich, über der Zentralschweiz und schliesslich über der Ostschweiz. Die Temperaturen sinken deutlich und erreichen noch etwa 21 bis 22 Grad.
Pünktlich zum Wochenende beruhigt sich das Wetter, wobei laut Marquardt vor allem im Süden und in Graubünden am Anfang der Nacht aber noch mit weiteren kräftigen Regengüssen gerechnet werden muss.
Danach klart es auf, und es wird sonnig und warm. Am Samstag liegen die Temperaturen um die 25 Grad – am Sonntag erreichen sie sogar 27 Grad. «Da ist wirklich für jeden etwas dabei», sagt Marquardt.
So wird es nächste Woche
Zum Wochenstart wird es dann wieder ein wenig wechselhafter. Aus Westen schiebt sich ein Trog heran und bringt eine zunehmend feuchte und instabile Luftmasse mit sich. Heisst: Das Wetter wird wieder etwas unbeständiger. Neben sonnigen Abschnitten und Wolkenfeldern muss vor allem entlang der Alpen wieder mit ein paar Regengüssen und lokalen Gewittern gerechnet werden.
«Von Dauerregen sind wir aber weit entfernt», stellt Marquardt klar. Die Temperaturen bleiben angenehm warm und dürften gegen das nächste Wochenende sogar noch einmal auf bis zu 27 Grad steigen. Der Sommer ist also noch lange nicht vorbei.
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