An der Baslerstrasse in Allschwil BL läuft aktuell ein Grosseinsatz der Polizei. Die Kantonspolizei Basel-Landschaft bestätigt auf Blick-Anfrage einen Einsatz in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag. Ein Bancomat sei gesprengt worden. Verletzt wurde niemand, die Täterschaft ist noch flüchtig, so der Polizeisprecher.
Der Einsatz ist derzeit noch im Gange. Eine zwischenzeitliche Strassensperrung wurde mittlerweile zum grössten Teil wieder aufgehoben. Noch sei die Spurensicherung vor Ort.
Leser hört mehrere Explosionen
Ein Leserreporter, der in der Nähe wohnt, berichtet, dass er gegen 3.50 Uhr «drei Explosionen hintereinander» gehört habe. «Ich war noch wach, da ich im Ausgang war. Dann hörte ich die Explosionen. Ich dachte ziemlich schnell, dass es eine Bancomaten-Sprengung war, gerade um diese Zeit an der Grenze», schildert der Leser.
Innert ein bis zwei Minuten nach der ersten Explosion habe ein ein weiteres Mal «heftig explodiert». «Nach der dritten Explosion hörte man etwas mit hoher Geschwindigkeit davonfahren. Dann war es ruhig bis etwa 10-15 Minuten später ein Polizeiwagen zu hören war», beschreibt der Leserreporter.
Täter flüchteten Richtung Frankreich
In einer Medienmitteilung bestätigt die Kantonspolizei Basel-Landschaft, dass kurz nach 3.45 Uhr mehrere Meldungen über laute Detonationen eingegangen seien. Die sofort ausgerückten Patrouillen stellten fest, dass eine unbekannte Täterschaft in einer Bankfiliale an der Baslerstrasse einen Bankomaten gesprengt hatte. Das Tatobjekt befand sich in einem Vorraum der ansässigen Bankfiliale. Es entstand grosser Sachschaden am Geldautomaten und am Gebäude.
Die motorisierte Täterschaft flüchtete anschliessend in Richtung Grabenring beziehungsweise Frankreich. Zur Täterschaft und einer allfälligen Deliktsumme können zurzeit keine konkreten Angaben gemacht werden. Die Polizei sucht nach Zeugen, die verdächtige Beobachtungen (Personen, Fahrzeuge etc.) gemacht haben.
Die Polizei Basel-Landschaft hat in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Polizei (fedpol) unter der Leitung der Bundesanwaltschaft entsprechende Ermittlungen aufgenommen. Im Einsatz stand die Stützpunktfeuerwehr Allschwil, vorsorglich der Sanitätsdienst, Spezialisten für Brände und Explosionen der Kantonspolizei Bern, Spezialisten des Entschärfungsdienstes des Forensischen Instituts Zürich sowie die Polizei Basel-Landschaft.