Es war ein Donnerstag Anfang September, als ein niederländischer Reisecar auf der Strecke zwischen Susch und Zernez kippte – fünf der 45 Personen starben, praktisch alle weiteren wurden teils schwer verletzt. Seit dem Unglück sind mehrere Wochen vergangen. Nun äussert sich der Chauffeur, Jonathan B.* auf Facebook erstmals zum Geschehenen.
Der niederländische Lokalpolitiker ist zurück in die Schweiz gereist. «Gestern bin ich an den Ort gefahren, an dem vor gut drei Wochen alles so schrecklich schiefgelaufen ist», schreibt der Alpen-Liebhaber in den Sozialen Medien.
Viel Unterstützung und Blumen
Der Besuch der Unfallstelle habe ihn sehr mitgenommen. «Wir versuchen als Familie, mit Hilfe, das Geschehene zu verarbeiten.» Die Unterstützung, die er in Form von vielen Blumen, Karten, WhatsApp-Nachrichten, Nachrichten und Gesprächen erhalten habe, würde ihm enorm helfen.
«Meine grösste Trauer gilt natürlich meinen Passagieren», betont er. «Für sie begann der Tag wie immer als schöner Ferientag, endete aber in einem schrecklichen Albtraum.» Er hoffe, dass alle Betroffenen und Angehörigen die Tragödie eines Tages verarbeiten können.
Zum Abschluss der Facebook-Nachricht fand B. klare Worte. «Es gibt eigentlich nur eine Sache, die ich mir tief in meinem Herzen wünsche: Könnte man all das doch nur ungeschehen machen.»
*Name geändert