So entsteht eine Superzelle
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Gefährlichste Art von Gewitter:So entsteht eine Superzelle

Gewitter nach der Mega-Hitze
In diesen Kantonen drohen jetzt die grössten Unwetterschäden

Die Hitze zieht ab, die Unwetter kommen. Ein Blick in die Statistik von Versicherer Axa zeigt, wo die Gefahr besonders gross ist: Das Tessin ist der Hagel- und Blitz-Hotspot der Schweiz, während Überschwemmungen vor allem im Kanton Schwyz grosse Schäden anrichten.
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Jetzt drohen in der Schweiz wieder Schäden wegen Hagel.
Foto: IMAGO/Bihlmayerfotografie

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schwere Gewitter drohen in der Schweiz nach der vierten Hitzewelle 2026
  • Im ersten Halbjahr 2026 bereits 11'000 Unwetterschäden registriert
  • Durchschnittliche jährliche Unwetterschäden bei Axa: 115 Millionen Franken
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Patrik BergerRedaktor Wirtschaft

Zum Abschluss der vierten Hitzewelle des Jahres ziehen in den nächsten Tagen starke Gewitter über die Schweiz. Mancherorts dürfte es zünftig donnern. Gebietsweise wird zudem viel Niederschlag innert kürzester Zeit fallen. Und das Risiko von teuren Schäden auf einen Schlag massiv steigen. «Aus dem Kanton Bern wurden uns bereits einzelne Sturmschäden gemeldet», sagt Stefan Müller, Leiter Schaden Sachversicherungen bei der Axa.

Ein Blick in die neuste Schadensstatistik des Versicherers Axa aus Winterthur ZH zeigt eindrücklich, wo die Folgen von Gewitter, Hagel und Starkregen in den vergangenen zehn Jahren besonders gross waren. Und wo statistisch gesehen auch in den nächsten Tagen mit den grössten Schäden zu rechnen ist.

Schäden wegen Hagel

Den grössten Anteil an den Unwetterschäden verursachen Hagelkörner. Sowohl bei der Anzahl der Fälle als auch bei der regionalen Verbreitung. Neben Dächern und Lamellenstoren sind vor allem Autos betroffen. Die meisten Hagelschäden gibts laut der Axa-Auswertung in den Kantonen Tessin, Jura und Neuenburg, gefolgt von Bern und Nidwalden. Kaum Hagelschäden gab es hingegen in den Kantonen Genf, Thurgau und Schaffhausen.

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Überschwemmungen

Die meisten Schäden nach Überschwemmungen gibts im Kanton Schwyz. Dahinter folgen Solothurn, Luzern, Schaffhausen und Aargau. Die Kantone Nidwalden, Waadt, Basel-Land, Uri und Graubünden blieben in den letzten zehn Jahren dagegen von Überschwemmungen mehrheitlich verschont. «Gerade im Bereich der Überschwemmungen hat Prävention einen grossen Einfluss – Hochwasser-Entlastungsstollen, Rückhaltebecken, Dammerhöhungen oder die nationale Hochwasser-Gefahrenkarte machen sich bezahlt», sagt Stefan Müller.

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Schäden wegen Blitzen

Bei Schäden nach Blitzeinschlägen gibts eine klare Nummer 1: Im Tessin ist das Risiko laut Axa achtmal höher als im Schweizer Durchschnitt. Im Vergleich zu Basel-Landschaft, Waadt oder Genf ist es sogar mehr als zwanzigmal so hoch. Der Grund: Wenn feuchtwarme Mittelmeerluft an die Alpenkette gedrückt wird, entstehen Gewitterwolken mit starken Auf- und Abwinden und hoher elektrischer Spannung. Diese entlädt sich in Blitzen – oft mit teuren Folgen.

2026 dürfte nicht nur als Hitzejahr in die Geschichte eingehen. Auch die Unwetterschäden dürften sehr hoch ausfallen. Allein im ersten Halbjahr registrierte die Axa schon 11'000 Unwetterschäden. Besonders ins Gewicht fiel der heftige Hagelsturm vom 9. Juni im Tessin. Die eigentliche Unwettersaison dauert allerdings noch bis September, da dürfte also noch einiges dazukommen.

Im Durchschnitt verursachen Unwetter bei der Axa jedes Jahr Schäden von rund 115 Millionen Franken an Fahrzeugen, Gebäuden und Hausrat. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Jahren sind jedoch enorm. Während 2025 mit 72 Millionen Franken vergleichsweise glimpflich verlief, schlugen die Extremjahre 2021 und 2023 mit 291 beziehungsweise 240 Millionen Franken zu Buche.

Über die Jahre gesehen, sind die Unwetter kräftiger geworden. «Wir stellen anhand der Schadensbilder fest, dass Unwetter in den letzten Jahren kurzfristiger auftraten als früher und ihre Intensität deutlich zugenommen hat», sagt Stefan Müller. Heisst konkret: «Extrem kräftige Windböen, mehr Starkregen, öfters grosse Hagelkörner – und das alles teilweise lokal und kleinräumig.»

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