Darum gehts
- Razzien gegen Kokainschmuggel-Bande in Norddeutschland, zehn Verdächtige identifiziert
- Netzwerk nutzte Fruchthandel für tonnenweisen Kokainschmuggel aus Südamerika
- Sechsstellige Vermögenswerte und Beweismittel auch in der Schweiz sichergestellt
Polizei und Staatsanwaltschaft haben in Deutschland eine international agierende kriminelle Bande hochgehen lassen. Im Rahmen einer koordinierten Aktion haben die Staatsanwaltschaft Hamburg und das deutsche Bundeskriminalamt insgesamt 16 Wohn- und Geschäftsgebäude in Norddeutschland durchsucht. Das geht aus einer Mitteilung des Bundeskriminalamts vom vergangenen Mittwoch hervor.
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Von insgesamt zehn beschuldigten Personen in Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein wurden drei per Haftbefehl festgenommen. Die Beschuldigten sind überwiegend in Norddeutschland, aber auch in der Schweiz ansässig, heisst es in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft Hamburg. «Gegen die Festgenommenen besteht der dringende Tatverdacht des bandenmässigen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in mehreren Fällen.» Sie sollen zeitnah einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.
Internationaler Fruchthandel und Kokain
Die zehn beschuldigten Personen sollen ein Netzwerk aus Importfirmen aufgebaut haben, um tonnenweise Kokain mittels Frachtcontainern aus Südamerika über europäische Nordseehäfen nach Europa zu schmuggeln. «Die Beschuldigten nutzten hierbei ihre berufliche Stellung im internationalen Fruchthandel aus, um die Rauschgifteinfuhren zu ermöglichen», so die Staatsanwaltschaft Hamburg.
Dabei sollen nicht nur legale Firmenstrukturen eingesetzt worden sein, sondern auch Scheinfirmen. Dies, um «den Anschein legaler Handelsabsichten zu erwecken».
Beweismittel in der Schweiz sichergestellt
Im Zuge der Durchsuchungen wurden Vermögenswerte in sechsstelliger Höhe und Beweismittel, darunter Mobiltelefone, Computer und Frachtunterlagen, sichergestellt. Auch in der Schweiz wurden Beweismittel sichergestellt.
Die Durchsuchungen erfolgten mit Unterstützung der Bundespolizei, der Polizei Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und dem Zoll sowie in enger Abstimmung mit den Schweizer Strafverfolgungsbehörden.