Gesamtschaden von 800'000 Franken
230 Kilo Gold in die Schweiz geschmuggelt – Zoll ermittelt

Das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit deckte einen organisierten Goldschmuggel auf: Insgesamt wurden 230 Kilo Gold illegal in die Schweiz gebracht.
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Es wurden 230 Kilo Altgold sichergestellt.
Foto: BAZG
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Janine EnderliRedaktorin News

Dem Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (Bazg) ist ein bedeutender Schlag gegen den organisierten Goldschmuggel gelungen. Ermittlungen brachten ans Licht, dass über mehrere Jahre hinweg grosse Mengen Altgold aus Italien unverzollt in die Schweiz gebracht, eingeschmolzen und anschliessend weiterverkauft wurden.

Allein in einem der untersuchten Fälle schmuggelten die Beteiligten zwischen 2021 und 2022 innerhalb von fünf Monaten rund 190 Kilogramm Altschmuck über die Grenze. Der dadurch entstandene Schaden durch hinterzogene Mehrwertsteuer- und Zollabgaben beläuft sich auf mehr als 600'000 Franken. Den Beschuldigten werden Steuer- und Zollhinterziehung sowie Verstösse gegen das Edelmetallkontrollgesetz vorgeworfen, heisst es in einer Medienmitteilung. 

Organisiertes Schmuggelnetzwerk

Im Zentrum der Ermittlungen stehen drei Personen, die nach Erkenntnissen des Bazg Teil eines organisierten Schmuggelnetzwerks waren. Einer der Beschuldigten, ein 56-jähriger italienischer Staatsbürger, beschaffte gemeinsam mit weiteren Personen Altgold in Lagern von Fahrenden in Norditalien. Anschliessend brachte er die Ware regelmässig über wenig frequentierte, nicht ständig besetzte Grenzübergänge in die Schweiz. Das Gold war dabei in Rucksäcken versteckt und wurde weder deklariert noch verzollt.

Nach der Einfuhr übergab der Schmuggler das Edelmetall an zwei weitere Beschuldigte – einen 66-jährigen und einen 35-jährigen, beide in der Schweiz wohnhafte italienische Staatsbürger. Diese verkauften das Gold schliesslich an ein Unternehmen mit offizieller Bewilligung zum Schmelzen von Edelmetallen. 

Zusätzliche Verfahren gegen drei Italiener eröffnet

Während der Untersuchungen stiessen die Ermittler zudem auf weitere Schmuggelaktivitäten. In zusätzlichen Verfahren wird gegen drei weitere in der Schweiz wohnhafte italienische Staatsbürger ermittelt. Ihnen wird vorgeworfen, rund 40 Kilogramm Altgold illegal aus Italien eingeführt, weiterverkauft und einschmelzen lassen zu haben.

Insgesamt konnten die Behörden somit den Schmuggel von rund 230 Kilogramm Gold aufdecken. Die hinterzogenen Mehrwertsteuer- und Zollabgaben belaufen sich auf rund 800'000 Franken. Über das Strafmass wird das Bazg im Rahmen der laufenden Verfahren entscheiden.

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