Polizei geht von vielen Betroffenen aus
Psychiater mit Fussfetisch soll Patientinnen missbraucht haben

Ein Genfer Psychiater soll laut einem Medienbericht Patientinnen während Therapiesitzungen sexuell belästigt haben. Ermittler fanden heimliche Tonaufnahmen und Hinweise auf 17 weitere mögliche Betroffene.
Die Polizei fand in der Praxis verstörendes Material.
Foto: Pixabay
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Janine EnderliRedaktorin News

Ein Genfer Psychiater steht im Zentrum eines erschütternden Falls. Laut Recherchen von CH Media soll der 58-Jährige, der seit 2025 unter Verdacht steht, während Therapiesitzungen Patientinnen sexuell belästigt haben.

Eine Frau zeigte ihn an, nachdem er ihr im Juni 2025 ohne Zustimmung die Schuhe und Socken ausgezogen, ihre Füsse massiert und sexuell missbraucht haben soll. Die Genfer Staatsanwaltschaft ermittelt wegen sexueller Übergriffe, sexueller Handlungen an einer wehrlosen Person sowie eventuell wegen Ausnützung einer Abhängigkeit, heisst es in dem Bericht.

Polizei entdeckt belastendes Material

Bei einer Durchsuchung seiner Praxis stiess die Polizei auf verstörendes Material: Hunderte Bilder von Frauenfüssen, darunter 224 mit Bezug zu Fussfetischismus, 22 Bilder von möglicherweise minderjährigen Personen und Fotos eines verwesenden Körpers, die sich auf seinem Handy fanden.

Die Ermittler entdeckten zudem heimlich aufgezeichnete Tonaufnahmen aus Therapiesitzungen, darunter Gespräche mit der Anzeigeerstatterin, heisst es in dem Bericht.

17 weitere Betroffene?

Der Beschuldigte behauptete, er habe für die Aufnahmen mündliche Einwilligungen eingeholt. Er bestreitet alle Vorwürfe.

Die Auswertung von 15'000 Dateien auf seinem Praxisserver brachte Hinweise auf 17 weitere betroffene Frauen ans Licht. Das Zwangsmassnahmengericht sowie das Bundesgericht gaben die Daten für die Ermittlungen frei, da ein öffentliches Interesse bestehe, die möglichen Übergriffe aufzuklären, schreibt CH Media.

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