Über 120 km/h
Polizei zieht Trotti-Raser (58) aus dem Verkehr

Am Sonntagabend kontrollierte die Kantonspolizei Freiburg einen Mann, der mit einem viel zu schnellen E-Trottinett unterwegs war. Zuerst mussten sie den 58-jährigen Fahrer aber mit Blaulicht und Sirene verfolgen.
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E-Trottinetts sind ein beliebtes Fortbewegungsmittel.

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • In Châtel-sur-Montsalvens stoppte die Polizei einen 58-Jährigen mit Turbo-Trottinett
  • Sein E-Trottinett erreichte 127 km/h, sechsmal schneller als erlaubt
  • Erlaubte Leistung: 500 Watt; beschlagnahmtes Trottinett hatte 4000 Watt
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Angela RosserJournalistin News

Gegen 20.10 Uhr fiel den Beamten der Freiburger Kantonspolizei in Châtel-sur-Montsalvens ein Mann auf, der mit einem E-Trottinett unterwegs war. Als er die Polizeikräfte entdeckte, habe er gewendet, schreibt die Polizei in einer Mitteilung.

«Trotz Blaulicht und Sirene hielt der Trottinett-Fahrer nicht an und fuhr weiter», so die Polizei. In Broc konnte der Mann dann doch noch angehalten werden. Es handelt sich um einen 58-jährigen Mann aus der Region. 

Sechsmal so schnell, wie erlaubt

Liest man die Mitteilung der Polizei zu Ende, scheint es offensichtlich, warum der Mann gewendet und sich nicht kontrollieren lassen wollte. Das elektronische Gefährt hatte viel zu viel Leistung.

Wie die Kontrolle des Trottinetts ergab, verfügte es über einen zu starken Motor. Die Polizei schreibt von zwei Motoren mit je 2000 Watt statt der zulässigen Gesamtleistung von 500 Watt. «Bei den Messungen stellte sich heraus, dass das Fahrzeug eine Geschwindigkeit von bis zu 127 km/h erreichen konnte», so die Polizei. Das entspricht etwa sechs Mal mehr als die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h. 

Regeln für Trottis

Das Trottinett wurde beschlagnahmt, und der Fahrer wird bei der zuständigen Behörde angezeigt. Die Polizei erinnert in dem Schreiben auch daran, wie solche Gefährte genutzt werden sollen. Gefahren wird auf dem Veloweg oder am rechten Rand der Fahrbahn. Nicht auf dem Trottoir.

Die Geschwindigkeit ist auf 20 km/h begrenzt und ausserdem wird das Tragen eines Helms und heller Kleidung empfohlen. Pflicht hingegen ist das Verwenden einer ständigen Beleuchtung vorne und hinten. Zwischen 14 und 16 Jahren ist ein Führerausweis der Kategorie M oder G obligatorisch. Ab 16 ist keiner mehr erforderlich.

Trottinett-Test von Stadtpolizei geht viral

Es ist auch nicht das erste Mal, dass ein solches Turbo-Trotti aus dem Verkehr gezogen wurde. Erst im Oktober veröffentlichte die Stadtpolizei Zürich ein Video, in dem ein beschlagnahmtes Trottinett getestet wird.

E-Trotti kann über 100 km/h, statt den erlaubten 20 km/h fahren
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Stadtpolizei Zürich testet:E-Trotti kann über 100 km/h, statt den erlaubten 20 km/h fahren

Die Messanzeige schnellt auf 60 km/h, dann weiter bis 75 km/h und schliesslich erreicht das Trottinett satte 110 km/h. Das Fahrzeug gehörte einem 49-jährigen Mann, der sich im Zürcher Kreis 4 einer Polizeikontrolle entziehen wollte. Auf seiner rasanten Flucht streifte er aber ein Tram und stürzte. Kurze Zeit später konnten ihn die Beamten festnehmen 

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