Das ist Rekord: Am 5. Oktober überschritt die Meeresoberflächentemperatur in der zentralen Pazifikregion Nino 3.4 erstmals die Marke von 30 Grad. Laut einem Update zum Ereignis von Meteo News lag die Temperatur während der extremen El-Niño-Ereignisse von 1997 und 2015 noch mehr als ein Grad darunter.
Die derzeitige Abweichung vom Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020 beträgt beeindruckende +3,39 Grad.
Höhepunkt in 8 bis 12 Wochen
Doch nicht nur die Oberfläche des Pazifiks ist ungewöhnlich warm. Auch in der Tiefe zeigt sich eine massive Anomalie: In einigen Regionen misst das Wasser in 150 Metern Tiefe immer noch etwa 25 Grad – das sind 8 bis 10 Grad über dem Normalwert. Diese Erwärmung hat sich im August weiter verstärkt.
Der Höhepunkt dieses El-Niño-Phänomens dürfte laut den neuesten Berechnungen des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage (ECMWF) in den nächsten acht bis zwölf Wochen erreicht sein.
Normalisierung erst in Monaten
Selbst nach dem Höhepunkt wird das Pazifikwasser jedoch auf Rekordniveau bleiben, bevor sich die Temperaturen im Frühsommer 2027 möglicherweise normalisieren, schreibt Meteo News weiter.
Die Wassertemperaturen im Pazifik treiben weltweit Extremwetter an: Während in Südostasien und Australien durch ausbleibende Niederschläge Dürren und Waldbrände drohen, könnten an Südamerikas Pazifikküste heftige Starkregen zu Überschwemmungen und Hangrutschen führen.