Nach der Schliessung der Primarschule in Reute AR wegen einer Bedrohung durch einen Vater kurz vor den Sportferien wird der Unterricht am kommenden Dienstag wieder aufgenommen. Gespräche hätten die Situation entschärft, schrieb die Gemeinde in einer Mitteilung.
Was genau zur Schliessung der Schule am 22. und 23. Januar geführt hatte, führte die Gemeinde Reute AR auch in der neuesten Mitteilung vom Freitag nicht weiter aus. Sie teilte jedoch mit: «Mit der Person, durch deren Verhalten die Bedrohungslage ausgelöst wurde, fand eine Aussprache statt.» Zudem sei eine Vereinbarung getroffen worden, die den Schulstart nach den Ferien wieder ermögliche.
Die Lage werde zusammen mit den Behörden laufend weiter beurteilt und die getroffenen Massnahmen würden einen «geordneten und verlässlichen» Schulbetrieb gewährleisten, heisst es im Communiqué weiter.
Die Eltern der Schülerinnen und Schüler seien über die aktuelle Situation und das Unterstützungsangebot direkt informiert worden. «Mit den Kindern werden die Ereignisse der letzten Tage in den einzelnen Klassen soweit notwendig in geeigneter und altersgerechter Form thematisiert», so die Schule.
Brief sorgte für Aufsehen
Kurz vor den Sportferien hatte die Schule in einem Brief an die Eltern geschrieben, dass es zu Bedrohungen und «konkreten, sicherheitsrelevanten Vorfällen im schulischen Umfeld» gekommen sei. «Dabei wurden eine Lehrperson sowie Schulkinder durch einen Elternteil bedroht.»
Die Schule habe zudem mehrere Rückmeldungen von Eltern erhalten. Ihre Kinder würden sich auf dem Schulweg und im Umfeld der Schule bedroht fühlen. Einige Kinder seien deshalb zuvor sogar aus dem Unterricht genommen worden. «Im aktuellen Klima von der Verunsicherung und Angst ist ein Schulunterricht nicht möglich», so die Schule weiter.
Vater streitet Aggressionen ab
Johannes W.* (51), der beschuldigte Vater, wies gegenüber Blick alle Vorwürfe von sich. Zwar bestätigte er einen «verbalen Austausch mit einer Lehrerin». Er sei jedoch zu keinem Zeitpunkt aggressiv geworden. Auch eine Annäherung an Kinder oder Lehrpersonen habe es nicht gegeben.
Auf Anfragen der Nachrichtenagentur Keystone-SDA zu den Hintergründen gaben die Behörden damals wie auch am Freitag keine weiteren Auskünfte.
* Name geändert