Doch kein Sexunfall
Solothurner Anwalt wegen Erstickens seiner Frau verurteilt

Ein Genfer Berufungsgericht hat einen Anwalt aus Solothurn zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Der 75-Jährige tötete seine Frau 2016 mit einem Kissen oder Duvet. Zuvor hatte er versucht, den mutmasslichen Mord als Sex-Unfall darzustellen.
Der Mann soll seine Frau mit einem Kissen erstickt haben.
Foto: Shutterstock

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ein 75-jähriger Anwalt aus Solothurn erhielt 12 Jahre Haftstrafe
  • Er erstickte seine Frau 2016 in Grand-Saconnex mit Kissen oder Duvet
  • Eine 4,5 cm lange Feder in den Bronchien führte zu Verurteilung
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Janine EnderliRedaktorin News

Ein Wirtschaftsanwalt aus Solothurn muss für zwölf Jahre ins Gefängnis. Das Genfer Berufungsgericht hat den 75-Jährigen wegen vorsätzlicher Tötung seiner Ehefrau verurteilt, wie die Portale von «CH Media» berichten. 

Der Mann soll die 66-Jährige am Morgen des 26. Februar 2016 in Grand-Saconnex GE erstickt haben – mit einem Kissen oder Duvet. Laut Urteil war der Tod «langsam und qualvoll».

Zunächst sah alles nach einem natürlichen Tod aus. Der Mann alarmierte damals die Rettungskräfte, wie die Zeitungen schreiben. 

Strafe wieder erhöht

Doch dann änderte eine entscheidende Entdeckung alles: In den Bronchien der Frau fand sich eine 4,5 Zentimeter lange Feder – ein Detail, das die Ermittlungen auf Mord umschwenken liess. 2022 verurteilte das Genfer Kriminalgericht den Anwalt zu 13 Jahren Haft.

Dann nahm der Fall eine bizarre Wendung: Kurz vor dem Berufungsprozess erklärte der Mann, der Tod sei bei einem missglückten Sexspiel passiert. Er habe der Frau Mund und Nase zugehalten, um ihren Orgasmus zu intensivieren. Aus Scham habe er dies lange verschwiegen. 

Viele Widersprüche

Das Berufungsgericht hielt diese Version zunächst für glaubhaft und reduzierte die Strafe auf drei Jahre. Das Bundesgericht beanstandete jedoch, dass dabei wesentliche Fragen ungeklärt blieben, und schickte den Fall zurück. In der erneuten Verhandlung entschieden die Richter nun anders. 

Die Frau sei nicht durch einen Sexunfall ums Leben gekommen, sondern absichtlich getötet worden. Der Mann wurde nun zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, heisst es in dem Bericht. 

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