Debatte um Kinderspiele
«Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?» – Diese Kinderspiele gelten heute als problematisch

«Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?» oder «Cowboys und Indianer» – Generationen von Kindern sind mit Spielen aufgewachsen, die heute als problematisch gelten.
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«Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?» wird kritisiert, weil der «schwarze Mann» häufig mit einer Person mit dunkler Hautfarbe in Verbindung gebracht wird. (Symbolbild)
Foto: Gaetan Bally

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Kritik an Klassikern wie «Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?» wächst
  • Spiele wie «Schwarzer Peter» und «Ching Chang Chong» gelten als problematisch
  • Alternative Namen und Varianten schaffen neue Optionen für diskriminierungsfreies Spielen
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Devin SchürchReporter News

Als Kind dachte man sich kaum was dabei, wenn man vom «schwarzen Mann» wegrennen musste. Auch andere Kinderspiele auf dem Pausenplatz stehen heute in der Kritik.

«Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?»

Ein Klassiker im Turnunterricht. Die Kinder versuchen, dem Fänger – dem «schwarzen Mann» – zu entkommen. Wer erwischt wird, verliert oder schliesst sich ihm im nächsten Durchgang an. Kritisiert wird der Titel, weil der «schwarze Mann» mit einer Person mit dunkler Hautfarbe in Verbindung gebracht werden kann.

Schwarzer Peter

Bei dem beliebten Kartenspiel gibt es ähnliche Kritik. Jeder Spieler versucht, die Karte «Schwarzer Peter» bis zum Schluss loszuwerden. Wer die unbeliebte Karte am Ende des Spiels noch in der Hand hält, verliert. Kritiker bemängeln, dass «schwarz» dabei mit etwas Negativem – nämlich dem Verlieren – verknüpft wird.

Problematisch seien vor allem ältere Kartensets, die den «Schwarzen Peter» teilweise mit rassistischen Darstellungen zeigten.

Cowboys und Indianer

Auch dieses Rollenspiel wird kritisiert. Der Hauptpunkt: Es werden Stereotype von Westernfilmen ohne zu hinterfragen übernommen. Je nach Version des Rollenspiels müssen die Cowboys die Indianer gefangen nehmen, um das Spiel zu gewinnen. Nicht selten werden Gefangene auch von ihren Fängern verhöhnt.

Vielerorts wird inzwischen auf andere Rollenspiele gesetzt, die keinen Zusammenhang zu verschiedenen Völkern haben. Ein bekanntes Beispiel ist «Räuber und Polizei».

«Ching Chang Chong»

Ein verbreiteter Abzählreim im Zusammenhang mit dem Spiel «Schere, Stein, Papier». Das Spiel wird oft verwendet, um einen Gewinner zu ermitteln oder eine Reihenfolge festzulegen. Kritiker bemängeln, dass dabei ostasiatische Sprachen nachgeahmt und Menschen asiatischer Herkunft auf ein Klischee reduziert werden. In vielen Regionen wird aber inzwischen der Name des Spiels selbst, also «Schere, Stein, Papier», zum Abzählen verwendet.

Völkerball

Auch die Regeln mancher Klassiker wie Völkerball stehen auf dem Prüfstand. Bei dem Spiel versuchen zwei Mannschaften, das gegnerische Team mit Bällen zu treffen und damit aus dem Feld zu werfen.

Bemängelt wird bei diesem Spiel, dass gerne schwächere oder weniger sportliche Kinder ins Visier geraten und sich deshalb ausgegrenzt fühlen können. Ausserdem erinnere der Kampf der Völker an Krieg.

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