Die Gemeinde Crans-Montana plant den ersten Jahrestag der Tragödie vom 1. Januar 2026 mit zwei provisorischen Gedenkstätten und einer besonderen Gedenkfeier zu begehen. Die Gemeinde möchte den Angehörigen der Brandopfer aus der Inferno-Bar Le Constellation Orte der Ruhe und Besinnung bieten, heisst es in einer Medienmitteilung der Gemeinde.
Die zwei temporären Gedenkplätze entstehen an der Bar Le Constellation und dem nahegelegenen Scandia. «Der Gemeinderat wollte dem äusseren Erscheinungsbild der Bar Le Constellation besondere Aufmerksamkeit widmen», erklärt Marielle Clivaz, Gemeinderätin für Soziales. «Wir planen daher, die Fassade mit einer Umzäunung und einem provisorischen Dach zu verkleiden, um das Gelände zu schützen und ihm ein schlichtes und respektvolles Erscheinungsbild zu verleihen.» Vor dem Le Constellation können Angehörige die Namen der Opfer anbringen lassen.
Gedenkfeier am 1. Januar wird live übertragen
Der zweite Ort am Scandia, in der Nähe der Kapelle Saint-Christophe, wird einen wettergeschützten Bereich bieten. Auch hier können Familien persönliche Gegenstände und Fotos der Verstorbenen niederlegen. Diese temporären Gedenkstätten bleiben bestehen, bis eine endgültige Gedenkstätte vom Verein «Mémorial Crans-Montana 2026» errichtet wird. «Wir hoffen, so schnell wie möglich mit den Arbeiten beginnen zu können», so Clivaz weiter.
Am 1. Januar 2027 findet um 10 Uhr eine offizielle Gedenkfeier des Kantons Wallis in Grône statt. Die Gemeinde Crans-Montana überträgt die Zeremonie live im Kongresszentrum Le Régent, um allen Betroffenen die Teilnahme zu ermöglichen. Die Anmeldung erfolgt online über die Webseite der Kommune Crans-Montana.
Zusätzlich lädt eine Lichtinszenierung am Lac Grenon am 31. Dezember 2026 und am 1. Januar 2027 von 21 bis 2 Uhr zu stiller Besinnung ein. Die sternförmigen Lichtspiele ohne Musik oder Geräusche sollen den Blick gen Himmel lenken und an die Opfer erinnern.