Spezialkräfte und Flaschenzug
Rega birgt spektakulär drei tote Kühe aus Schlucht

Drei Kühe stürzten bei einem Alpabzug in Bern in eine Schlucht und starben. Die Bergung der Kadaver aus dem Bachbett gestaltete sich extrem schwierig und erforderte Spezialkräfte, einen Flaschenzug und eine unterbrochene Abwasserleitung.
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Die Canyoning-Spezialisten mussten mehrmals abseilen, um in die Schlucht zu gelangen.
Foto: Rega

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Drei Kühe stürzten im Kiental 30 Meter tief in eine Schlucht
  • Bergung war wegen steiler Felsüberhänge und Gewitter besonders schwierig
  • Vier Spezialisten und ein Helikopter retteten schliesslich alle Tierkadaver
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Fabrice ObristRedaktor News

Bei einem Alpabzug in Kiental im Berner Oberland bog ein Rind von der Strasse ab. Zwei Tiere folgten ihm. Nichts ahnend steuerten die drei Kühe so auf die Griessschlucht zu und stürzten schliesslich 30 Meter in die Tiefe.

Sämtliche Rinder kamen dabei ums Leben. Der Bauer, der die Tiere ins Tal trieb, rief daraufhin die Rega. Denn obwohl keine der drei Kühe gerettet werden konnte, mussten sie möglichst schnell aus dem Wasser geholt werden. Nur so kann eine Verseuchung des Gewässers verhindert werden.

Spezielle Einsatzkräfte aufgeboten

Wie die Rega in einer Mitteilung schreibt, gestaltete sich die Bergung besonders schwierig. Die Schlucht sei extrem tief und steil und «von Felsüberhängen geprägt». Wegen der Überhänge konnte man die toten Tiere nicht von oben her lokalisieren und gespannte Kabel gestalteten einen Helikopterflug ohnehin gefährlich.

So entschloss sich der Einsatzleiter für eine bodengebundene Bergung, bei der Rettungsspezialisten eingesetzt werden, die «für besonders anspruchsvolle Einsätze in engen Wasserläufen und Schluchten ausgebildet sind». Zwei solche Spezialisten machten sich also auf den Weg in die Schlucht.

Privater Betreiber unterbricht Leitung zur Rettung

Angekommen mussten sie jedoch feststellen, dass ein Rind rund 20 Meter tiefer ins Bachbett gespült wurde. Die anderen beiden Tiere lagen in einer Art Höhle. Mittels Zugkraft wollten die Retter die Tiere bergen – doch der Versuch scheiterte.

So rückten am nächsten Tag zwei weitere Experten an. Da eine Abwasserleitung die Arbeiten zusätzlich erschwerte, unterbrach sie der private Betreiber nach Absprache mit den Spezialisten kurz.

Gewitter erschwert Helikopterflug

Jetzt spannten die vier Einsatzkräfte Seile aus der Höhle durch die Schlucht zum gegenüberliegenden Wald. So können sie die Kadaver anheben und horizontal ziehen. Das System funktioniert: Alle drei Tiere können den Wasserfall hinunter ins Tal gespült werden.

Von dort übernimmt ein Helikopter der Rega. Auch hier herrschen erschwerte Bedingungen, namentlich Gewitter und Nebel. Dennoch schaffen es die Piloten, die drei Kühe an eine Strasse zu fliegen, von wo sie von einem Fahrzeug zur fachgerechten Entsorgung abtransportiert werden.

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