Auf Tour gestürzt und im Schnee stecken geblieben
Rega-Crew rettet Frau aus sechs Meter tiefer Gletscherspalte

Anspruchsvoller Rega-Einsatz auf dem Oberaargletscher: Eine abgestürzte Berggängerin musste aus einer Gletscherspalte befreit werden. Sie konnte stark unterkühlt geborgen werden.

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Rega rettet Tourengängerin aus sechs Meter tiefer Gletscherspalte im Oberaargletscher
  • Frau blieb mit Unterkörper im Schnee stecken, schwerer Sturz verhindert
  • Einsatz auf 3100 Metern Höhe mit vier Bergrettern und Spezialausrüstung
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Janine EnderliRedaktorin News

Die Crew der Rega-Basis Wilderswil stand am Mittwochnachmittag auf dem Oberaargletscher im Einsatz. Der Grund: Eine Tourengängerin war in eine Gletscherspalte gestürzt. Der Rega-Crew gelang es mit Unterstützung von insgesamt vier Bergrettern, die abgestürzte Frau aus rund sechs Metern Tiefe zu retten. 

Doch was ist passiert? Eine Zweierseilschaft von Hochtourengängern befand sich gerade auf dem Gletscher auf rund 3100 Metern über Meer, als unter der Frau die Schnee- und Eisdecke einbrach. Sie stürzte rund sechs Meter tief in eine Gletscherspalte und blieb anschliessend mit dem gesamten Unterkörper im Schnee stecken, der sich im Spalt gesammelt hatte. Glücklicherweise verhinderte dies einen noch tieferen Sturz. 

Aufwendige Rettung

Unmittelbar nach der Alarmierung der Rega kamen weitere Personen zu Hilfe und unterstützten dabei, die abgestürzte Patientin bis zum Eintreffen der Rettungskräfte zu sichern. An der Unfallstelle mit zwei Bergrettern angekommen, begann man mit den Vorbereitungen für die Spaltenrettung. Die Rega-Crew flog wenig später zwei weitere Bergretter sowie zusätzliches Material auf den Gletscher.

Nachdem ein Bergretter die Patientin in der Spalte mit einer Schaufel von den Schneemassen befreit und daraufhin gesichert hatte, gelang es den anwesenden Rettungskräften, sie mit einem sogenannten Dreibein aus der Gletscherspalte zu befreien. An der Oberfläche angekommen, konnte sie noch auf dem Gletscher medizinisch erstversorgt werden. Sie wurde dann mithilfe der Rettungswinde am Rega-Helikopter an einen sicheren Zwischenlandeplatz geflogen, dort erneut untersucht und dann in den Helikopter eingeladen. Die stark unterkühlte Frau hatte sich trotz grosser Sturzhöhe nur leicht verletzt und wurde von der Rega-Crew schliesslich ins nächste geeignete Spital geflogen. 

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