Darum gehts
- Basel Animal Save meldet, ein Tiertransporter sei am Morgen bei Bell auf Aktivisten zugefahren
- Der Lastwagen war laut Organisation mit Schweinen beladen und soll einen Velostreifen befahren haben
- Die Organisation kündigt Strafanzeige an, die Kapo kann nicht mitteilen, ob Behörden ermitteln
Aufregung vor dem Schlachthof der Bell AG in Basel: Wie die Tierrechtsorganisation Basel Animal Save 20 Minuten berichtet, ist ein Tiertransporter am Freitagmorgen während einer bewilligten Mahnwache auf mehrere Aktivisten zugefahren. Die Tierschützer mussten sich mit einem Sprung zur Seite retten.
Der Lastwagen war laut der Organisation Basel Animal Save mit lebenden Schweinen beladen. Auch die Tiere wurden durch das Fahrmanöver gefährdet. Zudem befuhr der Chauffeur einen durch eine Verkehrsinsel geschützten Velostreifen, um auf die Tierschützer zuzufahren.
Schwere Vorwürfe gegen Chauffeur
Die Aktivisten dokumentieren nach eigenen Angaben seit mehr als acht Jahren die Anlieferung von Tieren beim Schlachthof. Dabei gehe es ihnen darum, auf das Schicksal der Tiere aufmerksam zu machen. Olivier Bieli, Leiter der Tierschutzorganisation, sagt gegenüber 20 Minuten: «Ich bin zutiefst schockiert, dass man für das Einstehen für Tierrechte um sein eigenes Leben fürchten muss.»
Die Mahnwache richte sich nicht gegen die Fahrer, die in der Regel sehr rücksichtsvoll seien. Nach dem Vorfall zeigt sich Bieli jedoch fassungslos. Die Organisation verurteilt das mutmassliche Fahrmanöver scharf und will Strafanzeige gegen den Fahrer einreichen. Zudem fordert sie Bell und die zuständige Transportfirma auf, den betroffenen Chauffeur vorerst nicht mehr einzusetzen. Die Transportfirma wollte sich gegenüber 20 Minuten nicht zum Vorfall äussern.
«Bell Schweiz setzt sich für Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme ein»
Ob bereits eine Anzeige eingegangen ist und ob die Behörden ermitteln, konnte die Kapo Basel-Stadt auf Blick-Anfrage noch nicht bestätigen.
Das Unternehmen Bell betont auf Anfrage: «Bell Schweiz setzt sich immer für Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme ein. Da der Tiertransport durch eine Drittfirma erfolgte, können wir dazu keine Stellung nehmen. Wir werden das mit dem externen Transportunternehmen abklären.»