Darum gehts
- Porsche rast mit 200 km/h durch 50er-Zone bei Basel
- Zugriff erfolgte kurz nach Grenze in Frankreich
- Lenkerin verhaftet, zwei weitere Insassen offenbar flüchtig
- Auto von Blick-Leserreporter beschädigt
Wilde Verfolgungsjagd am Sonntagabend zwischen Basel und Frankreich! Ein schwarzer Porsche soll auf der Strecke Oberwil–Biel-Benken mit rund 200 km/h durch eine 50er-Zone gerast sein – ein Blick-Leserreporter musste auf einen Feldweg ausweichen, um einer Kollision zu entgehen.
Der Einsatz der Schweizer Streifenwagen endete schliesslich in Frankreich, rund 800 Meter von der Grenze entfernt, in einer 30er-Zone. Die Polizei verfolgte den Porsche. Bei der Hatz platzte plötzlich ein Vorderreifen des Fluchtfahrzeugs. Ein Basler Polizeiauto krachte daraufhin in den Porsche mit Tessiner Kennzeichen. Der Sportwagen steht im Verdacht, gestohlen zu sein.
Lenkerin nach Flucht verhaftet
Die Lenkerin wurde von der Polizei nach kurzem Fluchtversuch verhaftet. Zwei weitere Insassen flohen zunächst durch ein Maisfeld in Richtung Wald, wie Leserreporter P. R. (36) beobachtete. Eine Polizeipatrouille konnte die beiden Flüchtigen bislang noch nicht schnappen.
Die Basler Polizei bestätigte den Einsatz. Eine weibliche Person sei verhaftet worden und ein Fluchtauto sowie ein Einsatzfahrzeug bei einer «Nacheile» beschädigt worden, bestätigte Adrian Gaugler, Mediensprecher der Polizei Basel-Landschaft gegenüber Blick. Das Fluchtauto habe sich zuvor einer Verkehrskontrolle zu entziehen versucht.
200 km/h in 50er-Zone
«Ich wurde mit circa 200 km/h in der 50er Zone überholt», so der Leserreporter. Auch sein Auto wurde beschädigt. Das Ausweichen auf den Feldweg ruinierte die Felgen. Im Porsche, so R., seien Werkzeuge wie Hammer, Säge und Bohrmaschine gefunden worden. Die verhaftete Fahrerin sei Spanierin.
Zoll, Polizei und Gendarmerie sind mit einem Grossaufgebot und Suchhunden im Einsatz. Noch ist unklar, ob es im Verlauf der Verfolgungsjagd zu weiteren Zwischenfällen möglicherweise mit Verletzten gekommen war.
Anwohner in der Region werden gebeten, aufmerksam zu sein und verdächtige Beobachtungen der Polizei zu melden statt selbst einzugreifen.