Essig-Trick im Internet
Glanz für Metall, Risiko für Autoschlüssel mit Elektronik

Ein ungewöhnlicher Haushaltstipp sorgt im Internet für Aufmerksamkeit: Wer seine Schlüssel mit Essig einsprüht, soll sie damit nicht nur reinigen, sondern auch wieder zum Glänzen bringen. Doch was steckt wirklich dahinter? Und worauf sollte man achten?
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Verschmutzte Schlüssel können auf Dauer das Schloss blockieren.
Foto: IMAGO/Zoonar

Darum gehts

  • Essig kann Fett, Schmutz und leichte Oxidation von Metallschlüsseln lösen und Glanz zurückbringen
  • Regelmässiges Reinigen verhindert, dass Schmutz vom Schlüssel in den Schliesszylinder gelangt
  • Essig desinfiziert nicht zuverlässig und kann Elektronik in Autoschlüsseln dauerhaft beschädigen
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Pauline BouillonRedaktorin News Desk

Schlüssel gehören zu den Gegenständen, die wir täglich mehrmals in die Hand nehmen – und beim Putzen trotzdem häufig vergessen. Ob Haus-, Keller-, Briefkasten- oder Veloschlüssel: Mit der Zeit sammeln sich darauf Fett, Schweiss, Staub und andere Verschmutzungen. Ein einfacher Haushaltstrick soll Abhilfe schaffen: Essig.

Deshalb kann Essig bei verschmutzten Schlüsseln helfen

Der Grund dafür ist die enthaltene Essigsäure. Sie kann Fettablagerungen, Schmutz und leichte Oxidationsspuren lösen. Besonders in den kleinen Einkerbungen und Zwischenräumen eines Schlüssels sammeln sich Rückstände, die sich mit einem gewöhnlichen Tuch nur schwer entfernen lassen.

Nach einem kurzen Bad in Essig lassen sich die Verkrustungen leichter abwischen oder mit einer kleinen Bürste entfernen.

Auch das Türschloss profitiert

Verschmutzte Schlüssel können auf Dauer die Mechanik beeinträchtigen. Beim Einstecken und Drehen gelangt der Schmutz immer wieder ins Innere des Schlosses.

Wer seine Schlüssel regelmässig reinigt, sorgt dafür, dass weniger Dreck in den Schliesszylinder gerät. Wichtig ist allerdings: Essig gehört niemals direkt ins Schloss. Für die Pflege der Schliessmechanik eignen sich Spezialschmiermittel viel besser.

Essig desinfiziert nicht zuverlässig

Im Internet heisst es oft, Essig befreie Schlüssel gleichzeitig komplett von Bakterien. Das stimmt nur zum Teil. Essig kann zwar manche Keime reduzieren, ist aber kein verlässliches Desinfektionsmittel gegen sämtliche Krankheitserreger. Auch die US-Umweltbehörde EPA führt Essig nicht als zugelassenes Desinfektionsmittel.

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Bei diesen Schlüsseln ist Vorsicht geboten

Nicht jeder Schlüssel verträgt Essig. Bei modernen Autoschlüsseln und elektronischen Badges ist Vorsicht Pflicht: Die Flüssigkeit kann die Elektronik zerstören. Bei solchen Modellen sollte höchstens der abnehmbare Bart aus Metall separat gereinigt werden. Tasten, Kontakte und Gehäuse dürfen keinesfalls mit Essig in Berührung kommen.

Auch bei gewöhnlichen Metallschlüsseln gilt: nicht zu lange einwirken lassen. Wenige Minuten genügen, sonst greift die Säure die Oberfläche an. Für das regelmässige Putzen reicht meist eine sanfte Alternative: lauwarmes Wasser und etwas Spülmittel.

Wie oft sollte man Schlüssel reinigen?

Im normalen Alltag reicht es völlig, Schlüssel etwa einmal im Monat gründlich zu säubern. Werden sie besonders stark beansprucht oder wandern durch viele Hände, lohnt sich eine Reinigung auch früher.

Dieser Artikel erschien zuerst auf onet.pl. Das polnische Newsportal gehört wie Blick zu Ringier.

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