Die 500 Wohnungen, welche die Stadt an die Organisation Jugendwohnnetz und die Studentische Wohngenossenschaft vermietet, reichen laut Schaepman nicht aus. «Wir haben zusammen mit der ETH Zürich gegen 60'000 Studierende auf dem Platz Zürich», sagte er in dem am Donnerstag veröffentlichten Interview im «Tages-Anzeiger».
Zunehmend würden Studierende ausserhalb des Kantons Zürich – vor allem im Kanton Aargau – wohnen. Dadurch entgeht der Universität Zürich Geld, wie aus dem Gespräch hervorging. «Nichtträgerkantone wie der Aargau leisten Pro-Kopf-Beiträge an die Universität Zürich», sagte Schaepman. Diese würden aber nur einen Teil der Ausbildungskosten abdecken. Je mehr ausserhalb der Kantonsgrenze wohnten, desto weniger Geld stehe pro Student zur Verfügung.
Stadt will gemeinnützigen Wohnraum ausbauen
«Heute fokussieren sich die Behörden auf Niedrigverdiener und ältere Personen», sagte er. Vom Kanton und der Stadt forderte Schaepman Studentisches Wohnen – wie das Alterswohnen – in den Zonen für öffentliche Bauten und Anlagen abzubilden.
Tatsächlich will die Stadt den gemeinnützigen Wohnraum ausbauen, wie sie am Dienstag mitteilte. Bis 2040 will die Stadt weitere 1500 Wohnungen kaufen. Neuer Wohnraum sei zu selten für Menschen mit geringem oder mittlerem Einkommen entstanden, so die Stadt.
Wenn mehr Studierende in die Nähe der Universität ziehen, sieht der Rektor auch für die Stadt einen längerfristigen Vorteil. «Die Studierenden von heute sind die guten Steuerzahlenden von morgen.»