In diesen europäischen Städten sind die Mieten am teuersten
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Wo liegt die Schweiz?In diesen Städten sind die Mieten am teuersten

Wer kann sich das leisten?
Sechs Schweizer Städte sind die teuersten der Welt

Sechs Schweizer Städte finden sich in einem neuesten Ranking der teuersten Städte der Welt. Das hat Folgen: Hundertausende gelten in der Schweiz als arm.
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Viele Schweizer Städte gehören zu den teuersten der Welt (im Bild Basel).
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • Schweiz dominiert Ranking der teuersten Städte, Zürich weltweit auf Platz eins
  • Sechs teuerste Städte der Welt befinden sich in der Schweiz
  • Rund 8 % der Schweizer Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Tobias BruggmannRedaktor Politik

Die Schweiz ist ein teures Land. Das ist allgemein bekannt, doch ein neues Ranking zeigt die Dimensionen. Von den zehn teuersten Städten der Welt liegen die ersten sechs in der Schweiz. Das zeigt eine Auswertung der Datenbank «Numbeo», die das Ranking basierend auf den Angaben von mehr als 600'000 Nutzerinnen und Nutzern erstellt hat. Das Onlineportal Travelbook hat zuerst darüber berichtet. 

Auf Platz 1 der teuersten Städte weltweit liegt demnach Zürich. Aufs Podest schaffen es auch Genf und Basel. Gleich dahinter liegen Lausanne, Lugano und Bern. Im Index einbegriffen sind Kosten für Lebensmittel, Restaurantbesuche, Nahverkehr, Benzin, Strom, Heizungen, Wasser und Internetzugang. Auch die Kaufkraft wird einberechnet. Die Zahlen seien aber mit einer gewissen Vorsicht zu geniessen, da die Datenlage je nach Land unterschiedlich ist. 

Bundesrat mit Strategie gegen Armut

Die hohen Lebenshaltungskosten treffen viele Schweizerinnen und Schweizer. Mehrere Hunderttausend Menschen sind von Armut betroffen, wie das Armutsmonitoring der Schweiz von vergangenem Jahr zeigt. «Das sind etwas mehr als acht Prozent der Bevölkerung», heisst es im Bericht von Innenministerin Elisabeth Baume-Schneider (62). «Ein Grossteil von ihnen sind Alleinstehende, Alleinerziehende, Kinder, Personen ohne anerkannte Ausbildung oder mit ausländischer Herkunft.»

Der Bundesrat muss nun eine Strategie vorlegen, um die Armut in der Schweiz zu bekämpfen, so wollte es das Parlament. Doch diese soll erst 2027 vorgelegt werden. 

Die Caritas Schweiz warnte deshalb, dass die Belastung für ärmere Haushalte in der Schweiz 2026 weiter zunehmen wird. «Wir sehen klare Hinweise darauf, dass unsere Gesellschaft weiter auseinanderdriftet», wird Direktor Peter Lack in einer Medienmitteilung zitiert. Grund sind die steigenden Lebenshaltungskosten und Krankenkassenprämien sowie der Druck auf den Wohnungsmarkt. 

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